100 Jahre altes Schulgeländer löst teure Sicherheitsposse in Frankfurt aus
Stjepan Heinrich100 Jahre altes Schulgeländer löst teure Sicherheitsposse in Frankfurt aus
Ein 100 Jahre altes Geländer in einer Frankfurter Schule löst ungewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen aus
Seit Montag sind zwölf Sicherheitskräfte im Treppenhaus einer Frankfurter Schule im Einsatz – Grund ist ein Handlauf, der sieben Zentimeter zu niedrig ist. Die vorläufige Lösung soll wochenlang bestehen bleiben, bis eine dauerhafte Reparatur gefunden ist.
Das Geländer misst 103 Zentimeter und unterschreitet damit die in den Muster-Richtlinien für Schulbauten festgelegte Mindesthöhe von 110 Zentimetern. Die Vorschriften, zuletzt 2009 aktualisiert, schreiben höhere Schutzvorrichtungen in Schulen vor, um die Sicherheit von Kindern zu gewährleisten.
Die kommissarische Schulleiterin Solmaz Heidlindemann zeigte sich überrascht von der Entscheidung, Wachen einzusetzen. Sie schlug vor, dass eine einfache und kostengünstige Nachrüstung ausgereicht hätte, falls die Maßnahme wirklich notwendig gewesen wäre. Das Schul- und Immobilienamt betrachtet solche Schritte jedoch als Teil der routinemäßigen Gebäudeverwaltung.
Die Sicherheitsmaßnahme kostet rund 13.700 Euro brutto pro Woche. Selbst in den Osterferien bleiben die Kräfte im Einsatz, wobei die Ausgaben dann auf 5.000 bis 6.000 Euro wöchentlich sinken. Bei einem für Montag geplanten Ortstermin soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.
Bis dahin bleiben die Sicherheitskräfte voraussichtlich noch zwei bis vier Wochen vor Ort. Ihre Anwesenheit stellt sicher, dass die Vorschriften eingehalten werden, während eine strukturelle Lösung erarbeitet wird. Die vorübergehende Absicherung dauert an, bis eine dauerhafte Anpassung erfolgt. Die Behörden gehen davon aus, das Problem innerhalb des nächsten Monats zu lösen. Bis dahin arbeitet die Schule unter verschärfter Aufsicht – zu beträchtlichen wöchentlichen Kosten.






