7.000 Menschen demonstrieren in München für den Schutz ungeborener Kinder
Stjepan Heinrich7.000 Menschen demonstrieren in München für den Schutz ungeborener Kinder
Tausende Menschen versammelten sich am Samstag in München zur sechsten jährlichen Demonstration für das Leben. Nach Angaben der Veranstalter nahmen etwa 7.000 Personen teil, während die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf 4.500 schätzte. Die Demonstranten forderten einen besseren Schutz für ungeborene Kinder und warben für eine "Kultur des Lebens".
Der Marsch begann friedlich, mit Teilnehmern, die Plakate und Transparente gegen Abtreibung trugen. Silja Fichtner, Vorsitzende der Initiative Stimme der Ungeborenen, richtete sich an die Menge und betonte das Engagement der Gruppe für den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Mehrere römisch-katholische Bischöfe übermittelten zudem Solidaritätsbekundungen für die Kundgebung.
Rund 1.500 Gegenprotestierende versammelten sich in der Nähe und äußerten ihre Ablehnung der Botschaft des Marsches. An einer Stelle blockierte eine Gruppe der Gegenaktivisten eine Straße, wodurch der Zug für etwa 45 Minuten zum Stehen kam. Trotz der Unterbrechung setzte sich der Marsch fort und verlief wie geplant.
Die Veranstalter werteten die hohe Teilnehmerzahl als direkte Reaktion auf die wachsenden Forderungen von Abtreibungsbefürwortern. Sie hoben die zunehmende Sichtbarkeit der Demonstration hervor und kündigten bereits weitere Märsche in Berlin und Köln für den 19. September an.
Die Münchner Kundgebung endete ohne weitere größere Zwischenfälle. Sowohl Befürworter als auch Gegner der Veranstaltung machten ihre Positionen in organisierten Protesten deutlich. Die nächste Demonstration für das Leben wird in zwei Städten stattfinden – ein Zeichen für die anhaltende Mobilisierung in dieser Frage.






