Amos Oz' Zwischen Freunden zum israelischen Unabhängigkeitstag gelesen
Stjepan HeinrichAmos Oz' Zwischen Freunden zum israelischen Unabhängigkeitstag gelesen
Literarischer Abend am 13. Mai: Lesung zu Israels Unabhängigkeitstag mit Amos Oz’ Zwischen Freunden
Ein literarischer Abend am 13. Mai begehht den israelischen Unabhängigkeitstag mit Lesungen aus Amos Oz’ Werk Zwischen Freunden. Die Veranstaltung, organisiert vom Katholischen Bildungswerk und dem Verein Ganey Tikva, präsentiert Heinz D. Haun, der Auszüge aus dem Buch vorträgt. Eine der Geschichten, Esperanto, erzählt von einem Schuhmacher namens Martin, der davon träumt, in seinem Kibbuz eine Esperanto-Gruppe zu gründen.
Der Abend fällt mit dem israelischen Unabhängigkeitstag am 14. Mai zusammen, an dem 1948 die Staatsgründung durch David Ben-Gurion gefeiert wird. Das Datum lenkt den Blick auch auf die Kibbuz-Bewegung, die die frühe israelische Gesellschaft prägen sollte – noch vor der Gründung des Staates. Diese genossenschaftlichen Siedlungen strebten eine gleichberechtigte Gesellschaft ohne Geld und Privateigentum an.
Amos Oz’ Zwischen Freunden erkundet in verknüpften Erzählungen die Herausforderungen des Kibbuz-Lebens. In Esperanto prallt Martins Idealismus auf die Realitäten des kollektiven Zusammenlebens. Obwohl der Kibbuz-Traum mit der Zeit verblasste, wirkt sein Einfluss auf die israelische Identität bis heute nach.
Heinz D. Haun wird diese Themen bei der Lesung lebendig werden lassen und einen Einblick in Oz’ Reflexionen über Hoffnung, Gemeinschaft und die Widersprüche gemeinsamer Ideale geben. Die Veranstaltung findet nur einen Tag vor Israels 76. Unabhängigkeitstag statt. Die Zuhörer erleben, wie Oz’ Werk die Spannung zwischen kollektiven Träumen und individuellen Sehnsüchten einfängt. Der Abend ist zugleich kulturelle Feier und Erinnerung an das bleibende Erbe der Kibbuz-Bewegung.






