25 April 2026, 20:12

Antifaschistischer Protest in Kreuzberg gegen rechtsextremes Portal Nius

Menschen mit einem Banner mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Antifaschistischer Protest in Kreuzberg gegen rechtsextremes Portal Nius

Antifaschistische Aktivist:innen versammeln sich in Berlins Kreuzberg gegen rechtsextremes Portal "Nius"

In Berlins Kreuzberger Bezirk Kreuzberg kamen antifaschistische Aktivist:innen zusammen, um gegen Nius zu protestieren – eine rechtsextreme Medienplattform, der vorgeworfen wird, gezielt Propaganda zu verbreiten. Die Veranstaltung in der Nähe des Dragonerareal-Geländes zog rund 250 Teilnehmende an, die über Strategien diskutierten, um dem Einfluss des Portals entgegenzuwirken. Nius selbst hatte die Proteste im Vorfeld aggressiv beworben und damit die Spannungen in der Gegend weiter angeheizt.

Die Kundgebung wurde von einem neu gegründeten Bündnis organisiert, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Arbeit von Nius zu stören. Die Anwesenden tauschten sich über Gegenmaßnahmen aus, darunter Solidaritätskampagnen und Mobilisierungsstrategien gegen rechtsextreme Medien. Redner:innen bezeichneten Nius als "digitale Pranger" und "Schmutzkübel", der mit pauschalen Vorurteilen marginalisierte Gruppen angreift.

Das in der Ritterstraße in Kreuzberg ansässige Portal steht seit Langem in der Kritik, rechtsextreme Diskurse zu bedienen. Eine Analyse der redaktionellen Linie unter dem ehemaligen Chefredakteur Julian Reichelt legt nahe, dass die Plattform extremistische Erzählungen schürt. Hinter Nius steht finanziell der Multimillionär Frank Gotthardt, der enge Verbindungen zur Führung der deutschen CDU pflegt.

Auslöser für die Proteste war ein umstrittenes "Enthüllungsstück" von Nius gegen Guido Arnold, Mitglied des technikkritischen Kollektivs çapulcu. Der Artikel enthielt Arnolds Foto sowie seine Privatadresse – ein Vorgehen, das Befürchtungen gezielter Einschüchterung weckte. Trotz der Provokationen seitens Nius verlief die Veranstaltung ohne Zwischenfälle.

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Für die kommenden Tage planen die Aktivist:innen weitere Kundgebungen vor dem Kreuzberger Büro von Nius. Trotz seiner aggressiven Rhetorik bleibt das Portal im deutschen Medienlandschaft ein Nischendasein: Es schafft es nicht unter die Top 100 der Online-Medien und verbuchte 2023 einen Verlust von 13 Millionen Euro.

Der Protest in Kreuzberg steht für einen wachsenden Widerstand gegen die rechtsextreme Agenda von Nius. Die Aktivist:innen haben konkrete Pläne für weitere Aktionen ausgearbeitet, darunter Demonstrationen vor dem Firmensitz des Portals. Nius hingegen operiert weiter mit begrenzter Reichweite und hohen finanziellen Verlusten.

Quelle