Augsburgs Bürgermeister-Stichwahl wird im Bierzelt ausgezählt – eine ungewöhnliche Lösung
Beatrix FiebigKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburgs Bürgermeister-Stichwahl wird im Bierzelt ausgezählt – eine ungewöhnliche Lösung
Augsburgs Stichwahl um das Bürgermeisteramt nahm eine ungewöhnliche Wendung, als Wahlhelfer die Briefwahlstimmen in einem Bierzelte auszählten. Da der Stadt kein anderer großer Veranstaltungsort zur Verfügung stand, musste das Team auf das Gelände des Plärrer-Festplatzes ausweichen. Bei der Abstimmung am 22. März 2026 traten Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) und ihr Herausforderer Florian Freund (SPD) in einem mit Spannung verfolgten Duell gegeneinander an.
Rund 60.000 Wahlbenachrichtigungen waren für die Stichwahl verschickt worden – größtenteils als Briefwahlunterlagen. Normalerweise würden die Stimmen in einer Messehalle ausgezählt, wie es bereits in der ersten Runde geschehen war. Doch der übliche Veranstaltungsort war bereits belegt, sodass die Stadt kaum Alternativen hatte.
Da das Ostervolksfest am 5. April bevorstand, waren die Bierzelte auf dem Festgelände vorgezogen worden. Eines davon wurde für die Auszählung reserviert und bot genug Platz für die Wahlhelfer. Die improvisierte Lösung sicherte, dass die Stimmen dennoch fristgerecht bearbeitet werden konnten.
Die Stichwahl folgte auf eine erste Runde, in der Weber und Freund als die beiden stärksten Kandidaten hervorgingen. Die Briefwahl spielte dabei eine zentrale Rolle, da die meisten Wähler ihre Stimme per Post abgaben statt vor Ort.
Das Bierzelt wurde so zum ungewöhnlichen Mittelpunkt des Augsburger Wahlprozesses. Die Behörden bestätigten, dass trotz des unkonventionellen Rahmens alle Stimmen korrekt gezählt wurden. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Weber ihr Amt behält oder Freund als neuer Oberbürgermeister die Stadt führen wird.






