08 April 2026, 00:16

Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Verträge und Lohnausfälle

Ein Plakat mit Bildern von Cantus Collin und Konrad Junghänel, das Text über das Konzert enthält.

Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Verträge und Lohnausfälle

Beschäftigte des Berliner Unternehmens 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Arbeitsbedingungen

Mitarbeiter:innen von 36 Stage XL, einem Berliner Unternehmen, das Bühnen für große Veranstaltungsorte baut und betreut, haben sich kollektiv organisiert, um gegen unsichere Arbeitsverhältnisse vorzugehen. Die Belegschaft gründete eine Betriebsgruppe mit der anarchosyndikalistischen Basisgewerkschaft FAU, um für fairere Bedingungen zu kämpfen. Ihre Kampagne thematisiert Probleme wie ausstehende Löhne, instabile Verträge und unsichere Arbeitsumfelder.

36 Stage XL ist für den Bühnenauf- und -abbau in renommierten Berliner Locations zuständig, darunter die Uber Arena, die Waldbühne, die Columbiahalle und das Olympiastadion. Das Unternehmen arbeitete bereits mit internationalen Stars wie Metallica, Tame Impala und Lady Gaga zusammen. Trotz seiner prominenten Rolle berichten Beschäftigte von prekären Arbeitsbedingungen.

Vojta C., ein Bühnenarbeiter, war zunächst als Minijobber beschäftigt, erhielt nach einer krankheitsbedingten Abwesenheit jedoch kaum noch Einsätze. German Garcia, ein weiterer Mitarbeiter, war über einen befristeten Vertrag ohne garantierte Stunden oder Sozialversicherungsschutz angestellt. Beide sahen sich mit ausbleibenden Löhnen und Jobunsicherheit konfrontiert.

Als Reaktion organisierten sich die Beschäftigten mit Unterstützung der FAU, um bessere Bedingungen durchzusetzen. Die Gewerkschaft ließ eine rechtliche Prüfung durchführen, die ergab, dass die Arbeitsverträge des Unternehmens möglicherweise gegen deutsches Recht verstoßen. Die FAU strebt nun Verhandlungen mit der Geschäftsführung an, um dauerhafte Verträge, rechtliche Compliance und verbesserte Arbeitssicherheit zu erreichen.

Die Kampagne "Stage Workers United", getragen von der FAU, bietet Informationen zu Arbeitsschutz und deutschen Arbeitsrechten. Die Gewerkschaft sieht diesen Organisierungsprozess als gelungenes Beispiel für öffentliche Interessenvertretung in der Veranstaltungbranche.

Das Engagement der FAU hat die Herausforderungen von Beschäftigten in Berlins Eventsektor in den Fokus gerückt. Die Gewerkschaft plant, die Verhandlungen mit 36 Stage XL fortzusetzen, um faire Verträge und sichere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die rechtliche Überprüfung der Beschäftigungspraktiken des Unternehmens läuft noch.

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