14 April 2026, 04:11

Bundesnetzagentur leitet 77 Zwangsverfahren gegen säumige Stromzähler-Firmen ein

Nahaufnahme eines Elektrizitätszählers, der an der Seite eines Gebäudes montiert ist und ein Banner mit Text an der Spitze zeigt.

Bundesnetzagentur leitet 77 Zwangsverfahren gegen säumige Stromzähler-Firmen ein

Deutschlands Vorstoß für intelligente Stromzähler stockt – Dutzende Unternehmen verfehlen erste Frist

Der Ausbau intelligenter Stromzähler in Deutschland ist ins Stocken geraten: Dutzende Unternehmen haben die erste gesetzliche Frist nicht eingehalten. Bis Ende 2025 müssen mindestens 20 Prozent aller Messstellen mit den modernen Systemen ausgerüstet sein – doch viele Betriebe hinken hinterher. Die Bundesnetzagentur hat nun formelle Schritte gegen die Säumigen eingeleitet.

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Wie die Behörde mitteilte, wurden 77 Zwangsverfahren gegen Firmen eingeleitet, die das 20-Prozent-Ziel verfehlt haben. Betroffen sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen, denen bei weiterem Zögern Bußgelder drohen. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betonte, dass intelligente Zähler "unverzichtbar für die Modernisierung des Stromnetzes" seien, und warnte: "Rechtliche Verpflichtungen müssen ernst genommen werden."

Bevor Strafen verhängt werden, erhalten die Unternehmen Gelegenheiten zur Stellungnahme in förmlichen Anhörungen. Jeder Fall wird individuell geprüft, die Höhe möglicher Sanktionen richtet sich nach der finanziellen Lage des Unternehmens. Die 20-Prozent-Marke ist dabei nur der erste Schritt: Bis Ende 2032 soll der Ausbau auf 90 Prozent aller Messstellen vorangetrieben werden.

Die Bundesnetzagentur wird die Entwicklung in den kommenden Jahren genau beobachten. Bei weiteren Verzögerungen sind zusätzliche Aufsichtsmaßnahmen zu erwarten. Grundsätzlich bleiben Messstellenbetreiber laut Messstellenbetriebsgesetz verpflichtet, die Technologie flächendeckend einzuführen.

Die eingeleiteten Verfahren markieren eine Verschärfung der Kontrolle über den Rollout intelligenter Zähler in Deutschland. Unternehmen, die ihre Pflichten nicht erfüllen, müssen künftig mit finanziellen Konsequenzen rechnen. Mit den Maßnahmen will die Behörde sicherstellen, dass die Digitalisierung des Stromnetzes wie geplant voranschreitet.

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