Cadolzburg diskutiert über mögliche Wasserknappheit – doch die Stadt entwarnt
Lukas HoffmannCadolzburg diskutiert über mögliche Wasserknappheit – doch die Stadt entwarnt
In Cadolzburg hat eine öffentliche Debatte begonnen, nachdem ein Bericht auf mögliche langfristige Wasserknappheit hingewiesen hatte. Die Verantwortlichen der Stadt reagierten mit der Versicherung, dass das Trinkwasser weiterhin sicher und in vollem Umfang verfügbar sei. Gleichzeitig bestätigten sie Pläne, die lokalen Versorgungsleistungen zu überprüfen und zu verbessern – ohne dabei die Gebühren zu erhöhen.
Ausgelöst wurde die Diskussion durch einen Artikel in den Fürther Nachrichten, der Bedenken zur Wasserversorgung thematisierte. Erste Bürgermeisterin Sarah Höfler und die städtischen Werke wiesen jedoch umgehend Notfall-Szenarien zurück. Sie präzisierten, dass es bei den Maßnahmen in den Kleingartenanlagen um vorsorgliche Schritte zum Schutz des Trinkwassernetzes gehe – nicht um einen tatsächlichen Wassermangel.
Seit Mitte April 2026 leitet der neue Werke-Chef Burkhard Bittner eine umfassende Bestandsaufnahme aller Wasser- und Abwassersysteme. Die Bewertung wird voraussichtlich sechs bis zwölf Monate dauern. Ziel ist es, die Anlagen zu modernisieren, aktuelle technische Standards umzusetzen und Risiken frühzeitig zu dokumentieren.
Zudem plant der Versorger langfristige Projekte zur Absicherung der Infrastruktur. Dazu gehören die Erschließung neuer Wasserquellen sowie die Anpassung bestehender Brunnen für den Brandschutz und die Nutzung von Nicht-Trinkwasser. Die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Fürth und dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg läuft bereits.
Bittner betonte einen ausgewogenen Kommunikationsansatz: Man erkenne die Herausforderungen an, vermeide aber Alarmismus und setze auf verantwortungsvolle, abgewogene Maßnahmen. Parallel dazu werden die kommunalen Satzungen überarbeitet, um sie für die Bürgerinnen und Bürger verständlicher zu gestalten. Wasser, Strom und Abwasserentsorgung bleiben zuverlässig und bezahlbar, versichern die Verantwortlichen. Die aktuellen Schritte dienten der langfristigen Sicherung der öffentlichen Grundversorgung.
