09 June 2026, 22:10

Deutsche Bahn droht mit sinkender Pünktlichkeit ohne Milliardenhilfe des Staates

Rail CEO Palla demands 13 billion euros more for rail network

Deutsche Bahn droht mit sinkender Pünktlichkeit ohne Milliardenhilfe des Staates

Die Deutsche Bahn drängt auf eine deutliche Erhöhung der staatlichen Mittel, um ihre Pünktlichkeitsziele zu erreichen. Die Vorstandsvorsitzende des Bahnkonzerns, Evelyn Palla, warnte, dass die aktuellen Haushaltspläne dazu führen werden, dass Züge auch in Zukunft mit Verspätungen fahren. Ohne zusätzliche Gelder rechnet das Unternehmen damit, dass sich die Leistung bis 2030 weiter verschlechtern wird.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte 2023 ein klares Ziel vorgegeben: Die Deutsche Bahn muss bis Ende 2029 eine Pünktlichkeitsquote von 70 Prozent erreichen. Doch interne Unterlagen zeigen nun, dass das Unternehmen dieses Ziel verfehlen wird, sofern die Finanzierung nicht deutlich aufgestockt wird.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Laut eigenen Berechnungen des Bahnkonzerns werden bis 2030 zusätzliche 13 Milliarden Euro benötigt, um die Züge pünktlich zu halten. Mit dieser Investition könnte die Deutsche Bahn die von Schnieder gesetzte Pünktlichkeitsmarke erreichen. Falls die Bundesregierung ihre bisherigen Fördermittel beibehält, behauptet das Unternehmen, die Pünktlichkeit sogar um weitere fünf Prozentpunkte steigern zu können.

Ohne zusätzliche Unterstützung fällt die Prognose jedoch düster aus: Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass die Pünktlichkeitsquote bis zum Ende des Jahrzehnts unter 60 Prozent fallen wird. Die Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem CEO Evelyn Palla deutlich mehr Geld für die Instandhaltung und Modernisierung des bestehenden Netzes fordert.

Die Forderungen des Bahnkonzerns setzen die Bundesregierung unter Handlungsdruck. Eine Aufstockung um 13 Milliarden Euro könnte das 70-Prozent-Pünktlichkeitsziel bis 2029 sichern. Ohne diese Mittel drohen in den kommenden Jahren noch größere Verspätungen.

Quelle