Deutschland lockert Lärmregeln für spätabendliche WM-Übertragungen bis Juli
Beatrix FiebigDeutschland lockert Lärmregeln für spätabendliche WM-Übertragungen bis Juli
Deutschland hat die Lärmvorschriften gelockert, um spätabendliche öffentliche Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft zu ermöglichen. Die neuen Regelungen gelten vom 11. Juni bis zum 19. Juli und erlauben es den örtlichen Behörden, die nächtliche Ruhezeit über 22 Uhr hinaus zu verlängern. Diese Änderung erfolgt, da viele Spiele – darunter zwei Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft – erst nach Einbruch der Dunkelheit angepfiffen werden.
Die Bundesregierung billigte die vorübergehende Lockerung der Ruhezeiten, um den späten Spielplan des Turniers zu berücksichtigen. Nun müssen die Kommunalverwaltungen das öffentliche Interesse am Fußball mit dem üblichen Lärmschutz in der Nacht in Einklang bringen. Die Maßnahme gibt den Städten mehr Spielraum, Open-Air-Übertragungen auch in Zeiten zu genehmigen, in denen laute Veranstaltungen normalerweise verboten sind.
In Braunschweig zeigt die Location Schön & Fröhlich alle Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft live. Unterdessen veranstaltet der BV Germania Wolfenbüttel ein besonderes Public Viewing für das Spiel der DFB-Elf am 20. Juni gegen die Elfenbeinküste, das um 22 Uhr beginnt. Große öffentliche Übertragungen auf zentralen Plätzen wie der Martinikirche, dem Schlossplatz oder der Eisbahn in Salzgitter sind bisher jedoch nicht geplant.
Bei dieser Weltmeisterschaft findet eine ungewöhnlich hohe Zahl an Spätspielen statt. Während Städte wie Wangen im Allgäu in der Vergangenheit große Public-Viewing-Events organisiert haben – etwa während der Turniere 2006 und 2014 –, sind für die aktuelle Austragung in der Region bisher kaum vergleichbare Pläne bekannt geworden.
Die gelockerten Lärmregeln gelten bis zum 19. Juli und umfassen damit die gesamte Vorrunde sowie die K.-o.-Phase. Die endgültige Entscheidung, ob spätabendliche Übertragungen stattfinden dürfen, liegt nun bei den lokalen Behörden. Ziel der Regelung ist es, Fans die Möglichkeit zu geben, wichtige Spiele zu verfolgen, ohne gegen die üblichen Ruhezeitvorgaben zu verstoßen.






