26 June 2026, 16:01

Deutschlands Viehwirtschaft im Wandel: Schweinebetriebe schwinden, Rinderbestände sinken langsam

Weniger Schweinefarmen - aber mehr Schweine

Deutschlands Viehwirtschaft im Wandel: Schweinebetriebe schwinden, Rinderbestände sinken langsam

Deutschlands Viehwirtschaft verzeichnete im Mai 2023 bemerkenswerte Veränderungen. Die Bestände an Schweinen und Rindern haben sich im vergangenen Jahr und im letzten Jahrzehnt gegenläufig entwickelt. Auch die Zahl der Betriebe hat sich deutlich gewandelt.

Stand Anfang Mai 2023 gab es in Deutschland 14.700 Schweine haltende Betriebe – ein Rückgang um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Schwund ist Teil eines langfristigen Trends: Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der Schweinebetriebe um 40 Prozent gesunken, was einem Verlust von 9.800 Höfen entspricht. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Bestandsgröße pro Betrieb von 1.100 Tieren im Jahr 2016 auf heute rund 1.400 Schweine.

Der Gesamtbestand an Schweinen lag bei etwa 21,0 Millionen Tieren. Zwar verzeichnete diese Zahl einen leichten Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch der langfristige Trend zeigt einen deutlichen Rückgang: Innerhalb von zehn Jahren schrumpfte der Schweinebestand um 22,5 Prozent – das entspricht einem Verlust von 6,1 Millionen Tieren.

Bei Rindern stellt sich die Lage anders dar. Die Gesamtzahl blieb mit einem minimalen Plus von 0,2 Prozent nahezu unverändert und belief sich auf etwa 10,4 Millionen Tiere. Doch auch hier zeigt der Zehn-Jahres-Vergleich einen Rückgang: Die Rinderbestände sanken um 17,6 Prozent, was 2,2 Millionen Tieren entspricht.

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Die Daten zeigen einen schrumpfenden Schweinesektor mit gleichzeitig wachsenden durchschnittlichen Bestandsgrößen. Zwar gab es zuletzt einen leichten Anstieg der Schweinezahlen, doch der langfristige Trend bleibt negativ. Die Rinderbestände hingegen gehen kontinuierlich zurück, auch wenn die jüngsten Zahlen eine gewisse Stabilität erkennen lassen.

Quelle