Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Antisemitismus
Heinz-Walter Koch IIDieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Antisemitismus
Der Kabarettist Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden, der höchsten Ehrung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Auszeichnung würdigt sein Engagement im Kampf gegen Antisemitismus – insbesondere in politischen Kreisen, wo das Problem oft ignoriert wird. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis ist nach dem Rabbiner Leo Baeck benannt.
Der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, lobte Nuhr dafür, dass er mit Doppelstandards in der Medienberichterstattung über Israel und das Judentum aufräume. Schuster kritisierte zugleich deutsche Medien, die antisemitische Erzählmuster fortschrieben. Während der Verleihung betonte er Nuhrs konsequentes Eintreten gegen solche Vorurteile.
Ahmed Mansour ergänzte, Nuhr habe Mut bewiesen, indem er Themen anspreche, die viele scheuten. Nuhr selbst erklärte, Antisemitismus sei keineswegs nur ein Problem der extremen Rechten, sondern finde sich auch bei Linken und in kulturellen Eliten.
Zu den früheren Preisträgern zählen die ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Auszeichnung unterstreicht Nuhrs Rolle bei der Bekämpfung von Antisemitismus über das gesamte politische Spektrum hinweg. Seine Würdigung steht in einer langen Tradition, die Persönlichkeiten ehrt, die sich für Toleranz und Gerechtigkeit einsetzen. Der Leo-Baeck-Preis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen Deutschlands für ein solches Engagement.






