Dinkçis emotionaler Treffer für Heidenheim hält Abstiegsangst auf Distanz
Stjepan HeinrichDinkçis emotionaler Treffer für Heidenheim hält Abstiegsangst auf Distanz
Eren Dinkçi erzielte am Samstag ein entscheidendes Tor für Heidenheim beim 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli. Der Stürmer widmete den Treffer seiner Freundin Cinja, die an Leukämie erkrankt ist. Der Sieg hielt zudem die geringen Hoffnungen des Vereins auf den Klassenerhalt in der Bundesliga am Leben.
Heidenheim ging als Tabellenletzter in die Partie und kämpfte verzweifelt um Punkte, um den Abstieg zu vermeiden. Dinkçi, der von Freiburg ausgeliehen ist, brach mit einem präzisen Schuss die Defensive der Gegner auf und bezeichnete das Tor später als einen besonderen Moment für Cinja. Nach dem Spiel sagte er, er hoffe, der Treffer bringe ihr Freude und Kraft während ihrer Behandlung.
Der Verein hatte sich bereits mit der DKMS, einer Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs, zusammengeschlossen, um die Registrierung potenzieller Stammzellspender zu fördern. Bereits am vergangenen Wochenende ließen sich 688 Menschen beim Auswärtsspiel Heidenheims in Freiburg als Spender registrieren. Dinkçi und Cinja betonten, dass es bei der Kampagne nicht um sie selbst gehe, sondern darum, anderen in Not zu helfen.
Trainer Frank Schmidt lobte Dinkçis Leistung auf dem Platz sowie sein Engagement abseits des Rasens. Der Sieg katapultierte Heidenheim vorerst aus der akuten Abstiegszone, doch die Mannschaft bleibt mit nur noch wenigen ausstehenden Spielen Tabellenletzter.
Der Erfolg gegen St. Pauli verschiebt den Abstieg zumindest um eine weitere Woche. Unterdessen läuft die Spenderaktion weiter – bereits haben sich Hunderte registrieren lassen. Dinkçis Tor und die Kampagne lenken die Aufmerksamkeit sowohl auf Heidenheims Kampf um den Klassenerhalt als auch auf das größere Anliegen, Leukämiepatienten zu unterstützen.






