Energiekrise trifft Zoos: Wie Tierparks gegen steigende Kosten kämpfen
Stjepan HeinrichEnergiekrise trifft Zoos: Wie Tierparks gegen steigende Kosten kämpfen
Tierparks und Wildgehege in der Region kämpfen mit wachsenden finanziellen Belastungen durch steigende Energiekosten. Einige Einrichtungen haben bereits Tiere in andere Standorte verlegt, um Kosten zu sparen. Andere suchen hingegen nach Wegen, ihre Haushalte auszugleichen, ohne die Tierhaltung zu beeinträchtigen.
Der starke Anstieg der Energieausgaben zwingt zahlreiche Zoos und Wildparks, ihr Vorgehen zu überdenken. Einige haben bereits Tiere abgegeben, um den gestiegenen Rechnungen zu begegnen. Viele setzen stattdessen auf langfristige Lösungen, um den Druck zu mindern.
Das Artenschutzzentrum Grasleben hat auf erneuerbare Energien umgestellt und Solarmodule installiert, die einen Teil der Heizkosten für die Tiergehege decken. Der Wildpark Essehof nutzt dagegen eine Biomasse-Heizanlage und hält seine Energiekosten damit vergleichsweise niedrig – sie machen nur etwa 6 bis 8 Prozent des Gesamtbudgets aus.
Noch günstiger kommt der Wildpark Stöckheim davon: Hier schlagen die Energiekosten mit rund 2,5 Prozent zu Buche. Auch der Zoo Braunschweig hat reagiert – er betreibt eine 80-kW-Photovoltaikanlage und hat seine Heizmethoden modernisiert. Geplant sind eine Erweiterung der Solarkapazität um weitere 12 kW sowie die Installation eines 10-kW-Batteriespeichers. Anders als manche anderen Einrichtungen schließt der Zoo aus, wegen finanzieller Engpässe seinen Tierbestand zu verringern.
Da die Energiekosten weiter steigen, setzen Tierparks und Wildgehege auf unterschiedliche Strategien, um über die Runden zu kommen. Manche sparen, andere investieren in umweltfreundlichere und effizientere Systeme. Das Ziel bleibt dasselbe: hohe Standards im Tierschutz zu wahren – trotz knapper werdender Budgets.






