EU plant radikale Wende: 95 Prozent emissionsfreie Flotten bis 2035
Stjepan HeinrichEU plant radikale Wende: 95 Prozent emissionsfreie Flotten bis 2035
Die EU treibt ihre Pläne voran, um den Anteil emissionsarmer und emissionsfreier Fahrzeuge in gewerblichen Flotten zu erhöhen. Neue Vorgaben sehen vor, dass bis 2030 bereits 83 Prozent dieser Fahrzeuge die Klimaziele erfüllen müssen – bis 2035 soll dieser Anteil auf 95 Prozent steigen. Die Vorschläge sind Teil des "Automobilpakets" der Europäischen Kommission, das Ende 2025 vorgestellt wurde und noch verhandelt wird.
Die ursprünglichen Pläne der Kommission, die Ende 2025 präsentiert wurden, bleiben in den aktuellen Diskussionen unverändert. Weder die deutsche Bundesregierung noch das Europäische Parlament haben Anpassungen an den ursprünglichen Quoten vorgeschlagen. Ziel der Vorgaben ist es, den Umstieg von herkömmlichen Verbrennungsmotoren in den Flotten von Autovermietungen, Logistikunternehmen und anderen gewerblichen Dienstleistern zu beschleunigen.
Der Autovermieter Sixt kritisiert den Ansatz der EU als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren". Das Unternehmen warnt, dass strengere Regeln die Kosten in die Höhe treiben und logistische Hürden bei der Umsetzung schaffen würden. Konzernchef Konstantin Sixt prognostiziert höhere Mietpreise für Kunden, sobald die Flotten auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden.
Sixt verweist zudem auf die wachsende Abhängigkeit Europas von China bei der Batterieproduktion. Das Unternehmen argumentiert, dass eine rasche Elektrifizierung ohne gesicherte heimische Lieferketten die EU anfällig für externe Abhängigkeiten machen könnte.
Die geplanten EU-Quoten würden die gewerblichen Flotten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Werden die Regeln verabschiedet, stünde bis 2035 eine nahezu vollständige Elektrifizierung an. Unternehmen wie Sixt müssen sich auf steigende Ausgaben und operative Herausforderungen einstellen, während der Wandel voranschreitet.






