28 June 2026, 14:08

EU und China: Handelskonflikt eskaliert – wer setzt sich durch?

Deutschland und China

EU und China: Handelskonflikt eskaliert – wer setzt sich durch?

Die Spannungen zwischen der EU und China in den Bereichen Handel und Investitionen haben sich in den letzten Wochen weiter verschärft. Europäische Führungskräfte drängen auf einen härteren Kurs, wobei die Europäische Volkspartei (EVP) eine entschlossenere Haltung fordert. Das Thema stand im Mittelpunkt hochrangiger Treffen in Brüssel und Peking.

Ende Mai reiste Deutschlands Wirtschaftsministerin Katharina Reiche nach China. Dort führte sie Gespräche über Zusammenarbeit, Rohstoffe, Lieferketten und faire Wettbewerbsbedingungen. Ziel der Reise war es, Vertrauen, Stabilität und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen zu schaffen.

Kurz darauf besuchte Ling Ji, Chinas Vizehandelsministerin, Brüssel. Dort traf sie Ditte Juul Jørgensen, die Generaldirektorin für Handel der Europäischen Kommission. Gemeinsam loteten sie die Einrichtung eines Mechanismus für Handels- und Investitionskonsultationen aus. Der Besuch unterstrich die Sorgen über die Verringerung von Abhängigkeiten und den Schutz des Zugangs zu kritischen Gütern vor einer möglichen Instrumentalisierung.

Auf einem EU-Gipfel Mitte Juni setzten sich die Staats- und Regierungschefs mit „globalen makroökonomischen Ungleichgewichten“ auseinander – mit China als zentralem Schwerpunkt. Die Europäische Kommission hat seitdem ihre Rhetorik verschärft und das aktuelle Handels- und Investitionsverhältnis als „nicht nachhaltig“ bezeichnet. Brüssel arbeitet nun daran, Abhängigkeiten in verbindliche Regeln umzuwandeln und den Zugang zum Binnenmarkt an strengere Bedingungen zu knüpfen.

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Europas Verwundbarkeit in Bereichen wie Seltene Erden und Magnete bleibt ein zentrales Problem. Chinas Dominanz bei der Verarbeitung dieser Materialien hat Engpässe geschaffen, die selbst Genehmigungsverfahren beeinflussen. Um dem entgegenzuwirken, stärkt die EU ihre Kapazitäten in den Bereichen Energie, Forschung, Recycling, Normung und Produktion.

Die EU geht dazu über, klarere Bedingungen für ihre Wirtschaftsbeziehungen mit China festzulegen. Die politischen Kurswechsel zielen darauf ab, Verwundbarkeiten zu verringern und fairere Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Diese Schritte spiegeln die umfassenderen Bemühungen wider, Europas strategische Autonomie in Schlüsselsektoren zu sichern.

Quelle