FDP-Politikerin nennt Mützenich "russischen Schlafagenten" – und löst Eklat aus
Stjepan HeinrichFDP-Politikerin nennt Mützenich "russischen Schlafagenten" – und löst Eklat aus
In Deutschland ist ein erbitterter politischer Streit entbrannt, nachdem die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den SPD-Politiker Rolf Mützenich als „russischen Schlafagenten“ bezeichnet hatte. Auslöser der Kontroverse war Mützenichs Unterstützung für US-Pläne zum Abzug mittelstreckiger Raketen aus Deutschland sowie sein Aufruf zu Abrüstungsgesprächen mit Russland.
Der Konflikt eskalierte, als Mützenich die Entscheidung der USA begrüßte, ihre Raketen von deutschem Boden abzuziehen. Anschließend schlug er Verhandlungsgespräche zur Rüstungskontrolle mit Moskau vor – mit dem Ziel, Russland zum Abzug seiner nuklearfähigen Raketen aus Belarus und Kaliningrad zu bewegen.
Strack-Zimmermann konterte mit dem Vorwurf, Mützenich sei ein „russischer Schlafagent“. Sie warf ihm vor, mit seinem Vorstoß „russischen Kriegsverbrechern“ in die Hände zu spielen, und behauptete, er untergrabe seit Langem Deutschlands Sicherheit und Außenpolitik.
CDU-Chef Armin Laschet verurteilte Strack-Zimmermanns Äußerungen als „von noch nie dagewesener Niedertracht“. Er forderte sie auf, die Aussage zurückzunehmen, und warnte, eine solche Rhetorik schade der politischen Debattenkultur. Strack-Zimmermann wies seine Kritik zurück und warf Laschet vor, sich den eigentlichen Problemen zu entziehen.
Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kritisierte Strack-Zimmermanns Angriff scharf. Er bezeichnete ihre Kommentare als verantwortungslos und schädlich für eine sachliche Diskussion.
Die Auseinandersetzung vertieft die Gräben in der deutschen Russlandpolitik. Während Mützenichs Forderung nach Abrüstungsgesprächen weiterhin umstritten bleibt, hat Strack-Zimmermanns Vorwurf aus dem gesamten politischen Spektrum scharfe Kritik geerntet. Der Streit offenbart die anhaltenden Spannungen in der Sicherheitspolitik und den Beziehungen zu Moskau.






