25 March 2026, 22:15

Große Steuerreform: SPD will Ehegattensplitting abschaffen und Sozialsystem umbauen

Schwarzer Text auf weißem Hintergrund für die Pension Inn in Dresden, Deutschland.

Große Steuerreform: SPD will Ehegattensplitting abschaffen und Sozialsystem umbauen

In Deutschland läuft derzeit eine große Reformoffensive, um das Steuerrecht, die Sozialversicherung und die Arbeitsmarktregeln grundlegend zu modernisieren. Die geplanten Änderungen sollen die finanzielle Belastung für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen verringern, während Spitzenverdiener stärker zur Kasse gebeten werden. SPD-Chef Lars Klingbeil betont, dass die Bevölkerung mutige Reformen unterstütze, um langfristig mehr Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

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Eine der umstrittensten Vorhaben ist die Abschaffung des Ehegattensplittings für künftige Ehen. Die SPD argumentiert, dass dies Anreize für Teilzeitarbeit – insbesondere für Frauen – abbauen und Zehntausende neue Vollzeitstellen schaffen könnte. Klingbeil spricht sich zudem dafür aus, die beitragsfreie Krankenversicherung für mitversicherte Ehepartner abzuschaffen, um die individuelle finanzielle Verantwortung zu stärken.

Die Steuerprogression soll so angepasst werden, dass Geringverdiener mehr Netto vom Brutto behalten. Gleichzeitig werden wohlhabendere Bürger und Haushalte mit hohem Einkommen höhere Abgaben leisten müssen. Ziel ist eine gerechtere Verteilung der Steuerlast in der Gesellschaft.

Außerdem gibt es Fortschritte bei den Pläne für eine verpflichtende, kapitalgedeckte betriebliche Altersvorsorge. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer würden einzahlen, um private Rentenrücklagen zu stärken und die Abhängigkeit vom staatlichen Rentensystem zu verringern. Diese Gespräche sind Teil der weiteren Verhandlungen zwischen SPD, CDU und CSU, um die wirtschaftliche Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Klingbeil räumt ein, dass nicht alle Reformvorhaben umgesetzt werden könnten, da die Verhandlungen noch laufen. Die Koalition steht unter Druck, nach den jüngsten Wahlen spürbare Veränderungen zu liefern – bei manchen Punkten, wie der betrieblichen Altersvorsorge, fehlen jedoch noch klare Positionen aller Parteien.

Sollten die Reformen beschlossen werden, würden sie das deutsche Steuersystem, den Arbeitsmarkt und die Sozialversicherung grundlegend umgestalten. Die Anpassungen bei der Besteuerung von Ehepaaren, den Rentensystemen und den Krankenversicherungsregeln zielen darauf ab, die Erwerbstätigkeit und die finanzielle Eigenständigkeit zu fördern. Die endgültigen Entscheidungen hängen von den weiteren fraktionsübergreifenden Verhandlungen in den kommenden Monaten ab.

Quelle