Historischer Tarifvertrag beendet Lohnungleichheit zwischen Ost und West
Stjepan HeinrichHistorischer Tarifvertrag beendet Lohnungleichheit zwischen Ost und West
Die deutsche Bauwirtschaft hat sich auf einen historischen Tarifvertrag geeinigt, der jahrzehntelange Ungleichheiten bei den Löhnen zwischen Ost- und Westdeutschland beendet. Das neue Tarifabkommen führt erstmals das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" ein. Beschäftigte in den ostdeutschen Bundesländern erhalten künftig höhere Lohnsteigerungen als ihre Kollegen im Westen.
Der Vertrag betrifft rund 920.000 Bauarbeiter in ganz Deutschland, davon über 600.000 im Westen. Laut den neuen Regelungen steigen die Löhne in Ostdeutschland um 5,3 Prozent, während die Beschäftigten im Westen eine Erhöhung von 3,9 Prozent erhalten. Mit dieser Anpassung soll die seit langem bestehende Lohnlücke zwischen den Regionen verringert werden.
Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Einigung als "historischen Meilenstein". Der aktuelle Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2027 und sorgt damit für Planungssicherheit bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen.
Der Lohnkompromiss markiert einen bedeutenden Wandel in der deutschen Baubranche. Künftig werden die Gehälter im Osten schneller steigen als im Westen. Die Änderungen treten sofort in Kraft und gelten bis zum Auslaufen der Vereinbarung im Jahr 2027.






