29 June 2026, 02:15

IKEA setzt auf kleinere Läden – und revolutioniert damit sein Geschäftsmodell

Von 35.000 auf 2.950 Quadratmeter: Was steckt hinter Ikeas neuer Strategie von Mini-Möbelläden

IKEA setzt auf kleinere Läden – und revolutioniert damit sein Geschäftsmodell

IKEA ändert seine Ladenstrategie und setzt künftig auf kleinere Verkaufsflächen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Umsätze, sich wandelnder Konsumgewohnheiten und wachsender Konkurrenz durch Online-Anbieter. Der erste dieser kompakteren Märkte hat bereits in Ingolstadt, Bayern, seine Türen geöffnet.

Die neuen, kleineren IKEA-Filialen werden im Schnitt etwa 2.950 Quadratmeter umfassen – deutlich weniger als die herkömmlichen 35.000 Quadratmeter. Dort werden weniger Artikel vorrätig sein: rund 2.650 Produkte zum Mitnehmen und etwa 1.000 Ausstellungsstücke zur Bestellung. Zum Vergleich: In einem klassischen IKEA-Markt sind mindestens 10.000 Artikel erhältlich.

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Die kleineren Läden dienen vor allem als Schauräume und Beratungszentren und sollen den Online-Handel fördern. Peter Jelkeby, Deutschland-Chef von IKEA, bestätigte, dass das Unternehmen dieses kompaktere Modell künftig bei der Expansion priorisieren werde. Der Ansatz ermöglicht es IKEA, auch in Märkte vorzudringen, in denen große Filialen wirtschaftlich nicht tragfähig wären.

Online-Verkäufe machen bei IKEA in Deutschland bereits fast 1,5 Milliarden Euro aus – etwa ein Viertel des gesamten Einzelhandelsumsatzes. Zunächst plant das Unternehmen, weltweit 20 dieser kleineren Standorte zu eröffnen, weitere sollen folgen.

Die Neuausrichtung ist eine Reaktion auf den schwächelnden Möbelmarkt und veränderte Einkaufsgewohnheiten. Die kleineren Läden sollen das Online-Wachstum ergänzen und gleichzeitig neue Kundengruppen erschließen. In den kommenden Jahren werden weitere kompakte Filialen in Deutschland und international entstehen.

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