13 March 2026, 08:13

Indra Baier-Müllers überraschender Austritt erschüttert Oberallgäuer Kommunalpolitik

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich Textdetails zu Kandidaten und Wahldatum.

Stadtrat im Oberallgäu tritt nach Rückzug aus Partei aus - Indra Baier-Müllers überraschender Austritt erschüttert Oberallgäuer Kommunalpolitik

Indra Baier-Müller, die ehemalige Landrätin des Landkreises Oberallgäu, hat die Freien Wähler verlassen, nachdem sie auf eine zweite Amtszeit verzichtet hatte. Ihr Austritt folgt auf eine einzige, von politischen Konflikten und sich wandelnden Prioritäten innerhalb ihrer Partei geprägte Amtszeit.

Erstmals Schlagzeilen machte Baier-Müller 2020, als sie das traditionell von der CSU dominierte Landratsamt in einer Überraschungswahl für die Freien Wähler gewann. Sie besiegte dabei Alfons Hörmann, den damaligen Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, und sorgte damit für eine politische Sensation.

Ihre Amtszeit gestaltete sich jedoch kontrovers. Es kam zu Auseinandersetzungen mit Umweltschutzgruppen, insbesondere im Zuge des Rappenalptal-Skandals und wegen ihrer Haltung zur Wildtierbewirtschaftung, etwa ihrer Forderung nach einer Bären-Taskforce. Diese Konflikte trugen maßgeblich zu ihrer Entscheidung bei, 2025 nicht erneut zu kandidieren.

Am 13. März 2026 erklärte sie offiziell ihren Austritt aus den Freien Wählern und begründete dies mit zunehmenden Unterschieden zwischen ihrer politischen Vision und der Ausrichtung der Partei. Ihr Rückzug ebnete den Weg für eine Stichwahl zwischen Christian Wilhelm von den Freien Wählern, der 40,8 Prozent der Stimmen erhielt, und dem CSU-Kandidaten Thomas Eigstler mit 33,3 Prozent.

Baier-Müllers Abschied markiert das Ende einer turbulenten Phase in der Kommunalpolitik des Oberallgäus. Die anstehende Stichwahl wird nun zeigen, ob die Freien Wähler die Macht behalten oder die CSU die Verwaltung des Landkreises zurückerobert.

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