13 March 2026, 20:18

Jörg Schönenborn wird neuer Co-Moderator der Tagesthemen – ARD setzt auf Erfahrung

Ein Mann mit einer Zeitung auf dem Kopf, der einen Hut trägt und entschlossen aussieht, steht vor einer Gruppe Menschen, die gespannt zuschauen.

Er übernimmt den 'Tagesthemen'-Moderationsjob - Jörg Schönenborn wird neuer Co-Moderator der Tagesthemen – ARD setzt auf Erfahrung

Die ARD hat personelle Veränderungen in ihrem politischen Berichterstattungsteam bekannt gegeben: Jörg Schönenborn wird neuer Co-Moderator der Tagesthemen. Der erfahrene Journalist wird das Format ab Mitte 2026 verstärken und gibt dafür seinen aktuellen Posten als WDR-Programmdirektor auf. Die Neubesetzung ist Teil einer umfassenderen Initiative der ARD, die politische Berichterstattung in Das Erste sowie auf den digitalen Plattformen auszubauen.

Schönenborn bringt jahrzehntelange Erfahrung in seine neue Rolle mit. In den vergangenen 40 Jahren war er beim WDR in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem als Nordrhein-Westfalen-Korrespondent für Tagesschau und Tagesthemen. Künftig wird er als Co-Moderator an der Seite von Ingo Zamperoni und Jessy Wellmer die Tagesthemen präsentieren.

Die ARD-Führung hat die Personalie begrüßt. ARD-Vorsitzender Florian Hager bezeichnete Schönenborn als "Verfechter eines glaubwürdigen, hochwertigen Journalismus". NDR-Intendant Hendrik Lünenborg nannte ihn einen "großen Gewinn" für den Sender und sein Publikum. WDR-Intendantin Katrin Vernau räumte indes ein, sein Weggang hinterlasse "eine spürbare Lücke" in der Führungsriege des Senders.

Schönenborn selbst betonte, er wolle die Nachrichten so aufbereiten, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer sich ein eigenes Urteil bilden können. Während die ARD die Neubesetzung als Stärkung der politischen Berichterstattung bewirbt, sind konkrete Änderungen im Programm von Das Erste oder auf den Online-Plattformen bisher nicht dokumentiert.

Der Wechsel von Jörg Schönenborn zu den Tagesthemen markiert eine Neuaufstellung im politischen Berichterstattungsteam der ARD. Sein Einstieg Mitte 2026 fällt mit seinem Ausscheiden aus der WDR-Führung zusammen. Der Sender stellt die Personalie als Bekräftigung seines Engagements für den politischen Journalismus dar – direkte Vergleiche zur bisherigen Berichterstattung stehen jedoch noch aus.

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