07 May 2026, 06:10

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und überraschendem Führungswechsel

Logo der 48. Versorgungsmanagementstaffel mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau und dem Text "48. Versorgungsmanagementstaffel" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und überraschendem Führungswechsel

Jungheinrich meldet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Jungheinrich verzeichnet im ersten Quartal dieses Jahres einen deutlichen Einbruch der Erträge. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) halbierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2023. Gleichzeitig steht das Unternehmen vor einem überraschenden Führungswechsel: Die Finanzvorständin verlässt das Unternehmen früher als erwartet.

Der Gewinnrückgang fällt in eine Phase schwieriger Marktbedingungen und betrieblicher Störungen. Ein Streik am Produktionsstandort Lüneburg sowie der harte Wettbewerb im Bereich der Fördertechnik belasteten die Ergebnisse stark. Diese Herausforderungen führten dazu, dass sich das EBIT in den ersten drei Monaten des Jahres nahezu halbierte.

Auch der Aktienkurs des Unternehmens litt unter der Entwicklung. Seit Ende 2025 hat sich der Börsenwert von Jungheinrich um fast 30 Prozent verringert und liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro. Die Familie der Unternehmensgründer hält weiterhin die Mehrheit: Nachkommen von Friedrich Jungheinrich besitzen 53 Prozent der Anteile. Dazu gehören 54 Millionen stimmberechtigte Stammaktien, die zu gleichen Teilen auf die Familien seiner beiden Töchter entfallen. Weitere 45 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien werden öffentlich im MDAX gehandelt.

Die aktuellen Führungswechsel verschärfen den Druck auf das Unternehmen. Heike Wulff, die Finanzchefin, scheidet nach einer einvernehmlichen Lösung mit dem Aufsichtsrat früher als geplant aus. Lars Brzoska, der Vorstandsvorsitzende von Jungheinrich, übernimmt vorläufig die Finanzverantwortung. Er wird den Bereich leiten, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.

Jungheinrich steht nun vor der doppelten Aufgabe, die finanzielle Performance zu stabilisieren und gleichzeitig eine neue Finanzchefin oder einen neuen Finanzchef zu suchen. Die Gründerfamilie übt zwar weiterhin starken Einfluss aus, doch die jüngsten Rückschläge haben den Marktwert deutlich gemindert. Eine Erholung hängt davon ab, ob es gelingt, die Produktionsprobleme zu lösen und sich in einem hart umkämpften Markt zu behaupten.

Quelle