Katharinenball feiert russlanddeutsche Kultur zwischen Erinnerung und Stolz
Beatrix FiebigKatharinenball feiert russlanddeutsche Kultur zwischen Erinnerung und Stolz
Der Katharinenball vereinte jüngst Geschichte, Kultur und Dankbarkeit in einer großen Feier
Veranstaltet von Katharina Martin-Virolainen und Oleg von Riesen ehrte der Abend die ältere Generation und präsentierte zugleich das reiche Erbe der Russlanddeutschen. Den Auftakt bildete eine Wanderausstellung mit dem Titel „Geschichte als Schlüssel zur Gegenwart“, die den Rahmen für ein Programm setzte, das dem Gedenken an die Russlanddeutschen gewidmet war – einer Gemeinschaft, deren Vergangenheit von Deportationen, Unterdrückung und Diskriminierung geprägt ist.
Im Mittelpunkt stand die Theaterproduktion „Mein Volk“, die die Geschichte der Spätaussiedler nachzeichnete. Die Inszenierung würdigte den Durchhaltewillen ihrer Vorfahren, eine Eigenschaft, die es den Russlanddeutschen ermöglicht hat, sich heute in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft erfolgreich zu etablieren.
Es folgte ein Auftritt der Sängerin Helena Goldt, die mit ihrer kraftvollen Stimme das Publikum begeisterte. Den Abschluss des Abends bildete eine Modenschau von August Raddatz, der seine Winterkollektion 2026–2027 präsentierte.
Zu den Ehrengästen zählten Peter und Maria Warkentin, Stephan Grossmann, Björn Werner, Tamara Kudelin und Ida Martjan. Ihre Anwesenheit unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung als Feier der gemeinsamen Geschichte und des kulturellen Stolzes.
Der Katharinenball erfüllte seine Mission: die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und die Förderung der Kultur, Literatur, Musik und Kunst der Russlanddeutschen. Durch Ausstellungen, Theater und Darbietungen verdeutlichte der Abend, wie sehr die Vergangenheit dieser Gemeinschaft ihre Gegenwart prägt.






