14 April 2026, 02:12

Kik setzt auf Ulrich Hanfeld als neuen Chef in der Krise

Innenansicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Infotafeln mit der Aufschrift "Herzlich willkommen", Beleuchtung, Geländern und einem Topf mit einer Pflanze am Boden.

Kik setzt auf Ulrich Hanfeld als neuen Chef in der Krise

Kik ernennt Ulrich Hanfeld zum neuen Vorstandsvorsitzenden – Amtsantritt im Juni

Die Bestellung erfolgt nach einer Phase häufiger Führungswechsel und Filialschließungen bei dem angeschlagenen Modehändler. Branchenkenner beschreiben Hanfeld zwar als erfahrenen Verkäufer, stellen jedoch infrage, ob es ihm gelingen wird, den Niedergang des Unternehmens aufzuhalten.

Der Einzelhändler steckt seit Monaten in einer Krise. Noch vor dem Abgang des früheren Vorstandschefs Patrick Zahn im September 2025 – nach Konflikten mit dem Eigentümer Tengelmann – hatten bereits Finanzvorstand Rüdiger Hartmann und Betriebschef Dirk Ankenbrand das Unternehmen verlassen. Christian Kümmer, der zuvor beim Tierbedarfshändler Fressnapf tätig war, übernahm daraufhin kommissarisch die Geschäftsführung.

Kik baut nun seine Präsenz in Europa ab. Bis Ende 2026 sollen rund 300 Filialen schließen, was einer Verringerung des Standorte um 225 entspricht. Allein in Deutschland werden 135 Geschäfte dichtmachen, sodass noch etwa 2.200 übrig bleiben. Tengelmann-Managerin Jela Götting wies kürzlich Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Unternehmens zurück.

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Hanfeld bringt Erfahrung von Konkurrenzunternehmen mit. Über sechs Jahre lang führte er NKD, einen direkten Wettbewerber von Kik. Zuvor war er fast ein Jahrzehnt bei der japanischen Tochter des Otto-Konzerns tätig und leitete den Sportartikelhändler Hervis knapp zwei Jahre lang.

Mit Hanfelds Amtsantritt vollzieht Kik einen weiteren Wechsel an der Spitze, während das Unternehmen schrumpft. Der neue Vorstandschef übernimmt die Führung in einer Phase anhaltender Filialschließungen und Umstrukturierungen. Seine Expertise im Vertrieb könnte die nächsten Schritte des Händlers prägen.

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