01 May 2026, 02:12

Klimaforscher warnt: Spritpreisrabatte verschärfen die Energiekrise statt sie zu lösen

Eine Liniengrafik mit der Überschrift "Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten" auf einem weißen Hintergrund, die zwei Linien zeigt: eine stetig ansteigende blaue Linie, die den sinkenden Treibstoffpreis über die Zeit darstellt, und eine etwas höhere grüne Linie, die steigende Preise darstellt.

Klimaforscher warnt: Spritpreisrabatte verschärfen die Energiekrise statt sie zu lösen

Der Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat die jüngsten Spritpreisrabatte als fehlgeleitete Politik kritisiert. In einer neuen Einschätzung warnte der Experte, dass Subventionen die Nachfrage ankurbeln und den Preisdruck verschärfen würden, statt ihn zu verringern.

Der Ökonom verwies auf die Ölkrise der 1970er-Jahre, als Regierungen auf Energiesparen statt auf Preissubventionen setzten. Dieser Ansatz sei weitaus wirksamer gewesen, um die Märkte zu stabilisieren, argumentierte er.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Statt pauschaler Rabatte forderte der Experte gezielte Einkommenshilfen für einkommensschwache Haushalte. Dadurch ließen sich die am stärksten von steigenden Kosten Betroffenen schützen, ohne künstlich die Nachfrage nach Öl und Gas anzukurbeln.

Zudem betonte der Ökonom, dass Europa mittelfristig seine Abhängigkeit von Energieimporten verringern müsse. Ein geringerer Verbrauch würde nicht nur die Versorgungssicherheit erhöhen, sondern der Region auch mehr Einfluss auf die globalen Preise verschaffen. Politiker hätten diesen Wandel viel früher kommunizieren müssen, um die Bürger auf die notwendigen Veränderungen vorzubereiten, fügte er hinzu.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Spritsubventionen drohen, nach hinten loszugehen, indem sie die Nachfrage steigern und die Preise weiter in die Höhe treiben. Ohne stärkere Anstrengungen zur Drosselung des Verbrauchs könnte Europa langfristig Schwierigkeiten haben, stabile Energieversorgung oder sinkende Kosten zu sichern.

Quelle