Kreuzberger Veranstaltung entlarvt Nius als rechtsextreme Hetze-Plattform mit dramatischen Folgen
Emma KochKreuzberger Veranstaltung entlarvt Nius als rechtsextreme Hetze-Plattform mit dramatischen Folgen
Veranstaltung in Kreuzberg entlarvt Nius als rechtsextreme Propaganda-Plattform
Am Samstag fand im Dragonerareal in Kreuzberg eine Informationsveranstaltung statt, die sich gegen Nius richtete – ein rechtsextremes Propagandaportal, das sich als journalistisches Medium tarnt. Rund 250 Teilnehmer füllten den Veranstaltungsort bis auf den letzten Platz, obwohl Befürchtungen bestanden, dass Provokateure – darunter auch Mitarbeiter von Nius – die Diskussion stören könnten. Vor dem Gebäude sicherten antifaschistische Aktivisten die Abläufe ab, um eine ungestörte Debatte zu gewährleisten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Aufdeckung der Rolle von Nius bei der Verbreitung rechtsextremer Narrative unter dem Deckmantel des Journalismus. Referenten bezeichneten das Portal als "digitale Pranger" und "Hetze-Plattform", die gezielt Vorurteile schüre und gleichzeitig Geflüchtete, Klimaaktivisten, NGOs sowie die demokratische Zivilgesellschaft angreife. Mehrere Betroffene berichteten von den Folgen der Nius-Kampagnen gegen sie: Sie seien mit hasserfüllten Beleidigungen, Vergewaltigungsdrohungen und Todeswünschen überzogen worden, nachdem sie in diffamierenden Artikeln an den Pranger gestellt worden waren.
Nius hatte die Veranstaltung im Vorfeld aggressiv beworben und die Initiative "Nein zu Nius" als "linksextrem" und "steuerfinanziert" diffamiert. Doch der tatsächliche Einfluss der Plattform bleibt begrenzt – sie zählt nicht zu den 100 meistbesuchten Online-Medien in Deutschland und verbuchte 2023 einen Verlust von 13 Millionen Euro.
Zum Abschluss der Diskussion wurden Gegenstrategien erörtert, darunter Widerstand, Solidarität und Mobilisierung gegen rechtsextreme Medien sowie Tech-Konzerne. Unterdessen kündigten Demonstranten an, in den kommenden Tagen vor den Nius-Büros in der Ritterstraße in Kreuzberg zu protestieren.
Die Veranstaltung verlief ohne Störungen und zog trotz der Diffamierungsversuche von Nius ein volles Haus an. Die Organisatoren und Teilnehmer wollen nun eine breitere Gegenbewegung gegen die Methoden der Plattform aufbauen. Weitere Proteste vor dem Nius-Hauptsitz sind zu erwarten, da der Widerstand gegen ihre Aktivitäten wächst.






