Kult-Imbiss Ergüns Fischbude in Berlin schließt nach 30 Jahren für immer
Stjepan HeinrichKult-Imbiss Ergüns Fischbude in Berlin schließt nach 30 Jahren für immer
Ergüns Fischbude: Berliner Kult-Imbiss schließt nach über 30 Jahren
Die beliebte türkische Fischbude Ergüns Fischbude im Berliner Stadtteil Moabit wird nach mehr als drei Jahrzehnten ihre Türen für immer schließen. Die Betreiber kämpften lange um den Erhalt des Restaurants, doch die Deutsche Bahn verweigerte die Verlängerung des Mietvertrags. Nun soll eine Spendenaktion den Betrieb in den letzten Monaten unterstützen.
Das Lokal eröffnete 1992 in einem der historischen S-Bahn-Bögen im Westen Berlins und entwickelte sich über die Jahre zu einer festen Institution. Bekannt für frischen Fisch und eine lockere Atmosphäre, war es bei Anwohnern und Gästen gleichermaßen beliebt. Geöffnet hatte die Fischbude dienstags bis samstags von 16 bis 21 Uhr, sonntags und montags etwas länger bis 22 Uhr.
Geschäftsführerin Mine Centinbas vermutet, dass die Kündigung des Mietvertrags auf Brandschutzmängel zurückzuführen ist, die bei einer Kontrolle festgestellt wurden. Trotz der Rückschläge hatte sie über einen Umzug nachgedacht, falls sich keine andere Lösung finden ließ. Doch nun scheint der endgültige Abschluss unvermeidbar – ein konkretes Schließungsdatum steht jedoch noch nicht fest.
Die Crowdfunding-Kampagne stößt auf gemischte Reaktionen: Einige Spender hinterfragen den Sinn der Aktion angesichts des bevorstehenden Endes. Ob es Pläne für einen Neuanfang an einem anderen Standort in Berlin gibt, bleibt unklar. Die Website des Restaurants unter www.erguns-fischbude.de ist weiterhin online, doch die Zukunft jenseits der aktuellen Räumlichkeiten ist unsicher.
Mit der Schließung endet eine Ära für Ergüns Fischbude, die seit den frühen 1990er-Jahren fester Bestandteil des Moabiter Stadtbilds war. Ohne Vertragsverlängerung wird das Restaurant bald seine letzten Gerichte servieren. Die Spendenaktion läuft weiter – welchen langfristigen Effekt sie haben wird, bleibt jedoch offen.






