Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Alttextil-Sammlung radikal um – was sich jetzt ändert
Stjepan HeinrichLandkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Alttextil-Sammlung radikal um – was sich jetzt ändert
Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Alttextil-Sammlung
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt die Sammlung gebrauchter Textilien um. Der Schritt erfolgt nach dem Zusammenbruch des Secondhand-Textilmarkts in Deutschland und Europa. Einige Kommunen, darunter Meiningen und Zella-Mehlis, haben die Umstellung bereits begonnen.
Aktuell sammelt der Landkreis jährlich rund 300 Tonnen Alttextilien – das entspricht etwa 2,5 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Um der sinkenden Nachfrage und zunehmender Verunreinigung entgegenzuwirken, reduziert die Verwaltung die Zahl der frei zugänglichen Sammelcontainer.
Künftig konzentrieren sich die Annahmestellen auf zentrale Standorte. Eine neue Möglichkeit bietet das Recyclingzentrum in Kaltennordheim im Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön. Dort können Bürger saubere, tragbare Textilien abgeben, darunter Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher sowie Accessoires wie Taschen oder Hüte.
Bestimmte Artikel werden nicht mehr angenommen, darunter stark verschmutzte oder beschädigte Textilien, nasse oder schimmelige Stoffe, Teppiche, Matratzen sowie Nicht-Textilien wie Elektronik oder Kunststoffe. Die Änderungen sollen die Materialqualität steigern, Verunreinigungen verringern und illegale Entsorgung eindämmen.
Für die Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön werden weitere Lösungen geprüft. Die Vorgehensweise des Landkreises entspricht übergeordneten Trends, etwa den Anpassungen des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds Ostthüringen (MZVO) im März 2026 oder den geplanten Änderungen in Eschweiler ab Januar 2026.
Das neue System schränkt zwar die Abgabemöglichkeiten ein, soll aber die Qualität der gesammelten Textilien verbessern. Die Bürger müssen ihre Altkleider künftig sorgfältiger sortieren. Die Behörden erhoffen sich dadurch eine effizientere und nachhaltigere Wiederverwertung.






