McCormick will Knorr kaufen – Milliarden-Deal droht Unilever zu verändern
Caren PaffrathMcCormick will Knorr kaufen – Milliarden-Deal droht Unilever zu verändern
Knorr, die bekannte deutsche Marke hinter Fertiggerichten und Würzmitteln, könnte bald den Besitzer wechseln. Der US-amerikanische Gewürzhersteller McCormick & Company hat Interesse bekundet, die Marke vom Konzern Unilever zu übernehmen. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er Milliarden Dollar wert sein und die globale Lebensmittelbranche neu ordnen.
Knorr ist seit fast 200 Jahren eine feste Größe in deutschen Haushalten. Das 1838 in Heilbronn, Baden-Württemberg, gegründete Unternehmen gehörte ab 1998 zum US-Lebensmittelriesen Bestfoods, bevor es 2000 von Unilever übernommen wurde. Heute betreibt Unilever vier Produktionsstandorte für Knorr in Deutschland.
Unilever strukturiert derzeit sein Geschäft um und konzentriert sich auf Produkte mit höherer Marge. Diese Neuausrichtung hat Knorr auf den Prüfstand gebracht – und das Interesse von McCormick & Company geweckt. Das US-Unternehmen, Marktführer im Bereich Gewürze und scharfe Saucen, erwirtschaftet bereits fast 7 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Die Übernahme von Knorr würde sein Sortiment und seine Marktpräsenz weiter ausbauen.
Der mögliche Deal fällt in eine Phase, in der Unilever sein Portfolio strafft. Zwar liegen keine aktuellen Zahlen zur Marktperformance von Knorr in Deutschland vor, doch die Marke bleibt ein wichtiger Akteur in der Lebensmittelbranche. McCormicks Interesse unterstreicht das Vertrauen in den langfristigen Wert von Knorr.
Falls die Übernahme vollzogen wird, würde McCormick & Company eine historische Marke mit tiefen Wurzeln in Deutschland übernehmen. Gleichzeitig stärkte der Deal seine Position im globalen Gewürzmarkt. Für Unilever passt der Verkauf von Knorr in die Strategie, lukrativere Produktlinien in den Vordergrund zu rücken.






