30 March 2026, 08:12

Merz drängt auf bessere Bahnverbindungen nach Polen und Tschechien als strategisches Muss

Alte Karte des Basel-Strasbourg-Gebiets, Deutschland, mit Markierungen für die Ausdehnung einer Bahnlinie.

Merz drängt auf bessere Bahnverbindungen nach Polen und Tschechien als strategisches Muss

Bundeskanzler Friedrich Merz fordert Ausbau der Schienenverbindungen nach Osteuropa

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich für einen Ausbau der Bahnverbindungen nach Osteuropa ausgesprochen. Die Modernisierung der Strecken bezeichnete er als eine zentrale strategische Priorität für Deutschland. Erste Gespräche zu dem Thema fanden bereits mit den Regierungen der Nachbarländer sowie regionalen Verantwortungsträgern statt.

Die Initiative für bessere Schienenanbindungen ging aus Gesprächen zwischen Merz und den Regierungen Polens und Tschechiens hervor. Beide Länder hatten zuvor Kritik an der bestehenden Infrastruktur geäußert. Merz betonte später, Deutschland habe ein großes Interesse daran, die Verbindungen nach Polen und in die Tschechische Republik zu verbessern.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz nahm sich des Themas an und erörterte es im Rahmen von Treffen mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer. Im Mittelpunkt stand dabei das wirtschaftliche Wachstum der Region, wobei die Bahnprojekte als Teil umfassender Entwicklungspläne gesehen werden. Weitere Beratungen sind nun für die kommenden Kabinettssitzungen vorgesehen.

Obwohl die konkreten Auswirkungen der geplanten Vorhaben noch unklar sind, zeichnen sich allgemeine Trends im Schienenverkehr ab. So stieg der Frachtverkehr zwischen China und Europa über Polen und Deutschland im frühen Jahr 2026 deutlich an: Allein in den Monaten Januar und Februar wurden 352.100 TEU (Standardcontainer) transportiert. Gleichzeitig verzögern sich digitale Aufrüstungen wie das Europäische Zugsicherungssystem ERTMS in wichtigen Korridoren – darunter auch in Polen – aufgrund bürokratischer Hürden. Deutschlands eigene Pläne zur Steigerung der Bahnzuverlässigkeit für 2026–2027 umfassen flexible Abfahrtszeiten und digitale Leitysteme, stehen jedoch in keinem direkten Zusammenhang mit den Osteuropa-Plänen.

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Die Bundesregierung verfolgt den Ausbau der Schienenverbindungen nach Osteuropa weiterhin als strategisches Ziel. In den anstehenden Kabinettssitzungen sollen die nächsten Schritte detailliert beraten werden. Der Fokus liegt vorerst auf der Abstimmung mit Polen und Tschechien, während konkrete Zeitpläne für die Projekte noch ausstehen.

Quelle