Mitteldeutschland-Bahn: Baupläne platzen – Fertigstellung erst 2032
Heinz-Walter Koch IIMitteldeutschland-Bahn: Baupläne platzen – Fertigstellung erst 2032
Baupläne für die Mitteldeutschland-Bahnverbindung erleiden massive Verzögerung
Die geplante Schienenverbindung durch Mitteldeutschland, die die Anbindung zwischen Sachsen und Westdeutschland verbessern soll, steht vor einem schweren Rückschlag. Ursprünglich sollte der Bau in diesem Jahr beginnen – nun wird mit den Arbeiten frühestens 2028 gerechnet, die vollständige Elektrifizierung der Strecke verschiebt sich sogar auf 2032.
Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen fordert dringend Gegenmaßnahmen. Die Verbindung sei entscheidend für schnellere Reisezeiten in der Region, doch für zentrale Vorhaben fehlen rund 2 Milliarden Euro, so die Kritik.
Die Mitteldeutschland-Verbindung sollte eigentlich schnellere Fahrten von Chemnitz und Dresden über Thüringen in westdeutsche Wirtschaftsräume wie das Rhein-Main-Gebiet oder das Ruhrgebiet ermöglichen. Durch die Elektrifizierung der Strecke könnten Fernzüge langsame Abschnitte umgehen und die Reisezeiten deutlich verkürzen.
Doch das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Mittel für das Projekt bereitstehen. Betroffen ist unter anderem der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz, ein zentraler Teil der Strecke, für dessen Ausbau 544 Millionen Euro fehlen. Roberto Kobelt, Verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion, betonte, wie wichtig die zügige Elektrifizierung dieses Teilstücks sowie der Ausbau von Teilabschnitten auf zweigleisige Strecken seien.
Während der Baubeginn ursprünglich für dieses Jahr vorgesehen war, wurde er nun auf 2028 verschoben. Die vollständige Elektrifizierung, die eigentlich früher abgeschlossen werden sollte, wird erst 2032 fertiggestellt. Die BSW-Fraktion drängt weiterhin auf zusätzliche Bundesmittel und bezeichnet die Mitteldeutschland-Verbindung als eines der wichtigsten Bahnprojekte Thüringens.
Ohne weitere Finanzspritzen bleibt das Projekt jedoch vorerst blockiert. Die Verzögerung bedeutet, dass schnellere Verbindungen zwischen Sachsen, Thüringen und Westdeutschland Jahre länger auf sich warten lassen als geplant. Die Zukunft der Strecke hängt nun davon ab, ob die fehlenden 2 Milliarden Euro für Bau und Modernisierung aufgebracht werden können.






