NABU stoppt Windpark in Ostprignitz-Ruppin mit Eilklage wegen Artenschutz
Stjepan HeinrichNABU stoppt Windpark in Ostprignitz-Ruppin mit Eilklage wegen Artenschutz
Rechtliche Schritte gegen den Bau eines Windparks in der Nähe von Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sind eingeleitet worden. Die Naturschutzorganisation NABU hat beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einen Eilantrag gestellt, um das Projekt vorläufig zu stoppen. Die Umweltschützer warnen, dass die Windräder seltene Vogel- und Fledermausarten in der Region gefährden könnten.
Das Landesamt für Umwelt hatte bereits im März den Bau von elf Windkraftanlagen in Wittstock/Dosse genehmigt. Der NABU klagt nun gegen diese Entscheidung und argumentiert, dass die Wittstock-Ruppiner Heide ein entscheidender Lebensraum für bedrohte Arten sei. Dazu gehört die Breitflügelfledermaus, deren Population stark von diesem Gebiet abhängt.
Nur etwa 700 Meter vom geplanten Baugebiet entfernt befinden sich Horste von Seeadlern. Zudem besteht der NABU darauf, dass ein Nest eines Mäusebussards entfernt werden muss, bevor Baukrane aufgestellt werden können. Die Organisation sieht in den Windrädern eine direkte Gefahr für brütende Vögel und fliegende Fledermäuse.
Mit der Klage will der NABU das Projekt so lange stoppen, bis weitere Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt werden. Das Urteil des Gerichts wird entscheiden, ob der Windpark wie geplant umgesetzt werden kann.
Das Gericht wird nun den Eilantrag des NABU prüfen, bevor über die Zukunft des Windparks entschieden wird. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte das Projekt verzögert oder in seinem Design angepasst werden, um die heimische Tierwelt besser zu schützen. Die Entscheidung könnte zudem richtungsweisend für ähnliche Vorhaben in der Region sein.






