15 March 2026, 08:10

Nouripours Plan für gebündelte Landtagswahlen gewinnt Rückhalt in der Politik

Eine Deutschlandkarte mit roten und blauen Provinzen, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Nouripour fordert Fortschritt bei der Zusammenlegung von Wahlterminen - Nouripours Plan für gebündelte Landtagswahlen gewinnt Rückhalt in der Politik

Vorstoß zur Vereinfachung des deutschen Wahlkalenders gewinnt an Unterstützung

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und Mitglied der Grünen, hat einen Vorschlag vorgelegt, die Landtagswahltermine zu bündeln. Sein Plan zielt darauf ab, das zu verringern, was er als "unerbittlichen Wahlkampf und ständige Zuspitzung" in den politischen Zyklen bezeichnet.

Zwischen 2021 und 2026 fanden in nur drei Bundesländern – Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein – die Wahlen an gemeinsamen Terminen statt. Die übrigen elf Länder legten ihre Wahltermine separat oder in wechselnden Kombinationen fest. Diese zersplitterte Herangehensweise führte zu häufigen Wahlkämpfen und sich überschneidenden politischen Debatten.

Nouripour argumentiert, ein einheitlicher Wahltag könnte den Prozess effizienter gestalten, ohne die Eigenständigkeit der Länder zu beeinträchtigen. Er betont, dass vorgezogene Neuwahlen weiterhin möglich bleiben müssten, falls erforderlich. Sein Vorhaben stößt bereits bei anderen Parteien auf Zustimmung.

Sowohl CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann als auch SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf haben sich offen für die Idee gezeigt. Nouripour ist überzeugt, dass sich mit politischem Willen die Bedenken der Länder konstruktiv ausräumen lassen.

Der Vorschlag würde eine Abkehr vom derzeitigen, zersplitterten Wahlsystem Deutschlands bedeuten. Wird er umgesetzt, könnte er die Wahlkampfmüdigkeit verringern und für vorhersehbarere politische Zeitpläne sorgen. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Gesprächen zwischen Bund und Ländern ab.

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