Österreich kürzt Kulturhaushalt um 3,3 Prozent – doch es hätte schlimmer kommen können
Beatrix FiebigÖsterreich kürzt Kulturhaushalt um 3,3 Prozent – doch es hätte schlimmer kommen können
Die österreichische Regierung hat den Haushalt für Kunst und Kultur für die Jahre 2027 und 2028 finalisiert. Die Mittel werden um 3,3 Prozent gekürzt – deutlich weniger drastisch als die ursprünglich geplanten 9,7 Prozent. Betroffen von den Änderungen sind Museen, der Denkmalschutz sowie bedeutende Kultureinrichtungen im ganzen Land.
Insgesamt sinkt das Budget für Kunst und Kultur von 194,6 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 181 Millionen Euro im Jahr 2027. Der Denkmalschutz erhält eine Million Euro weniger und fällt damit von 55 Millionen auf 54 Millionen Euro. Die Bundesmuseen müssen ebenfalls Einschnitte hinnehmen: Ihr Etat beträgt für 2027 und 2028 jeweils 151,2 Millionen Euro.
Das Programm FISAplus bleibt stabil und wird 2027 mit 55 Millionen Euro sowie 2028 mit 53 Millionen Euro ausgestattet. Das Österreichische Filminstitut verfügt in den nächsten zwei Jahren über ein Budget von 37 Millionen Euro – ein leichter Anstieg gegenüber den 39 Millionen Euro im Jahr 2026. Die Bundesbühnen hingegen erhalten unverändert 204,2 Millionen Euro.
Einige Projekte verlieren deutlich an Förderung. Die Sanierung des Museums für Volkskunde erhält 11,4 Millionen Euro weniger. Für die geplanten Renovierungen im Kunsthistorischen Museum, im Naturhistorischen Museum und im Belvedere wurden keine Mittel vorgesehen. Trotz der Kürzungen feierte das Burgtheater kürzlich die Premiere von Haut unserer Zähne unter der Regie von Stefan Bachmann.
Der überarbeitete Haushalt bewahrt den Kultursektor vor tieferen Einschnitten. Die Finanzierung zentraler Programme und Einrichtungen bleibt weitgehend erhalten, auch wenn einige große Sanierungsvorhaben nicht wie geplant umgesetzt werden können. Die Gesamtkürzung beläuft sich auf 3,3 Prozent – weniger als ursprünglich befürchtet.






