Ostersonntag 2026: Warum nur Brandenburg ihn als Feiertag anerkennt
Stjepan HeinrichOstersonntag 2026: Warum nur Brandenburg ihn als Feiertag anerkennt
Ostersonntag markiert die Feier der Auferstehung Jesu Christi und fällt auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. In diesem Jahr findet er am 5. April 2026 statt. Obwohl das Datum zwischen dem 22. März und 25. April variiert, bleibt seine Bedeutung für die christlichen Traditionen in ganz Europa zentral.
In Deutschland ist Ostersonntag in den meisten Bundesländern kein gesetzlicher Feiertag – nur Brandenburg erkennt ihn als solchen an. Dennoch gilt das strenge Sonntagsarbeitsverbot, sodass die meisten Geschäfte geschlossen bleiben müssen. Ausnahmen gibt es für systemrelevante Bereiche wie Gesundheitswesen, Notdienste, öffentlichen Nahverkehr und Teile des Einzelhandels, wobei hier oft länderspezifische Regelungen gelten.
Beschäftigte, die an Ostersonntag arbeiten müssen, haben sich an ihre Arbeitsverträge zu halten. Ihnen steht Ersatzruhetag zu, jedoch kein automatischer Zuschlag. Wer den Tag frei nehmen möchte, muss Urlaubstage in Anspruch nehmen.
Der darauf folgende Ostermontag ist hingegen in allen 16 Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Dennoch bleiben auch an diesem Tag bestimmte Branchen wie Bäckereien, Krankenhäuser oder der Verkehrssektor in Betrieb – teilweise mit Feiertagszuschlägen.
Österreich und die Schweiz verfolgen ähnliche Arbeitsregelungen. Zwar ist Ostersonntag in beiden Ländern kein gesetzlicher Feiertag, doch die Vorschriften zu Arbeitsbeschränkungen und Ausgleichsregelungen entsprechen weitgehend dem deutschen Modell.
Für die meisten Menschen in Deutschland bleibt Ostersonntag ein Ruhetag aufgrund des Sonntagsarbeitsverbots. Wer in ausgenommenen Bereichen tätig ist, muss sich an die vertraglichen Vereinbarungen halten, wobei Freizeitausgleich die Hauptkompensation darstellt. Der Termin des Festes mag wechseln – seine Auswirkungen auf die Arbeitswelt bleiben in weiten Teilen Mitteleuropas jedoch konstant.






