Postbank-Mitarbeiter in Niedersachsen und Bremen legen für Warnstreiks die Arbeit nieder
Stjepan HeinrichPostbank-Mitarbeiter in Niedersachsen und Bremen legen für Warnstreiks die Arbeit nieder
Postbank-Mitarbeiter in Niedersachsen und Bremen kündigen Warnstreiks an
In dieser Woche wollen Beschäftigte der Postbank in Niedersachsen und Bremen mit Warnstreiks Druck aufbauen. Der Ausstand folgt dem Scheitern der Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutschen Bank, zu der die Postbank seit der Übernahme gehört. Rund 300 Mitarbeiter sollen sich beteiligen, was zu Verzögerungen im Kundenservice führen könnte.
Die Streiks finden am Donnerstag, dem 30. April, und am Samstag, dem 2. Mai, statt. Ver.di ruft alle Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG in ganz Deutschland zur Teilnahme auf, plant jedoch keine Kundgebungen. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 8 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Zudem soll die Ausbildungsvergütung um 200 Euro steigen.
Die Verhandlungen stocken vor allem an der Frage der Löhne und der Zukunft des Filialgeschäfts der Postbank. Thematisiert werden auch geplante Filialschließungen und strukturelle Umgestaltungen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 18. Mai 2026 in Frankfurt am Main angesetzt.
Die Arbeitsniederlegungen sind Teil eines größeren Tarifkonflikts, der etwa 9.000 Postbank-Mitarbeiter betrifft. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Streiks folgen. Das Ergebnis der Mai-Gespräche wird zeigen, ob es zu flächendeckenden Arbeitskampfmaßnahmen kommt.






