Proteste gegen Streichung der RE3-Direktverbindung zwischen Schwedt und Berlin
Heinz-Walter Koch IIProteste gegen Streichung der RE3-Direktverbindung zwischen Schwedt und Berlin
In Schwedt, Uckermark, nehmen die Proteste gegen die geplanten Änderungen der Regional-Express-Linie RE3 zu. Die bisherige Direktverbindung zwischen Schwedt und Berlin soll im Dezember eingestellt werden, wodurch Fahrgäste auf einen langsameren Zubringerzug ausweichen müssen. Hunderte Pendler werden dadurch täglich längere Fahrzeiten in Kauf nehmen müssen.
Nach dem neuen Fahrplan entfällt die direkte Anbindung an Berlin. Stattdessen müssen Reisende in Angermünde auf die RB61 umsteigen, um ihre Fahrt fortzusetzen. Lokale Politiker kritisieren die Entscheidung scharf und bezeichnen sie als schweren Rückschlag für die regionale Verkehrsanbindung.
In einem offenen Brief an Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) wird ein Umdenken bei den Plänen gefordert. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Alternativroute, die viele als anfälliger für Verspätungen und Unannehmlichkeiten betrachten. Trotz der massiven Kritik spielt Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) die Auswirkungen herunter und spricht von einer lediglich "geringfügigen Einschränkung der Servicequalität".
Die geplanten Änderungen treten im Dezember in Kraft und betreffen täglich mehrere hundert Pendler. Sollte die Entscheidung nicht rückgängig gemacht werden, müssen sich die Fahrgäste auf längere Reisezeiten und zusätzliche Umstiege einstellen. Der Ausgang der Proteste und des offenen Briefs bleibt vorerst ungewiss.






