Regio Pass startet: Drei Regionalzeitungen bündeln digital ihre Inhalte in Baden-Württemberg
Stjepan HeinrichRegio Pass startet: Drei Regionalzeitungen bündeln digital ihre Inhalte in Baden-Württemberg
Regio Pass: Neues Digital-Abo bündelt regionale Zeitungen in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg ist ein neues digitales Abonnement-Modell namens Regio Pass gestartet. Das Pilotprojekt verbindet drei Regionalzeitungen, um Lesern einen breiteren Zugang zu lokalen Nachrichten und Kulturangeboten zu bieten. Besonders angesprochen werden sollen Fußballfans, Theaterbesucher sowie Pendler zwischen den Städten.
Hinter der Initiative stehen die Badischen Neuesten Nachrichten, der Mannheimer Morgen und die Badische Zeitung. Abonnenten können nun beispielsweise Rezensionen aus dem Festspielhaus Baden-Baden lesen oder die Spiele des SC Freiburg verfolgen – selbst wenn sie in Freiburg oder Mannheim wohnen. Der Regio Pass orientiert sich am Modell Alles plus, das regionale und überregionale Titel zu einem vergünstigten Preis bündelt. Diese Kooperation war von Der Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ins Leben gerufen worden.
Bisher gibt es in Deutschland kein vergleichbares digitales Bündelangebot mehrerer Verlage. Der Regio Pass ist zunächst befristet; die Verantwortlichen wollen seinen Erfolg evaluieren, bevor über eine dauerhafte Einführung entschieden wird.
Die technische Umsetzung übernimmt die Contentpass GmbH aus Kleinmachnow. Dessen Geschäftsführer, Dirk Freytag, ist zugleich Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW). Er hofft, dass das Projekt zeigt, wie lokale Verlage durch Zusammenarbeit den Regionaljournalismus stärken können. Nadja Poppen, geschäftsführende Gesellschafterin der BZ.medien Group, ist überzeugt, dass Leser den Pass als wertvolle Zusatzleistung wahrnehmen werden.
Zielgruppe des Regio Pass sind vor allem Bewohner am Rande der Großstädte sowie Vielfahrer zwischen den urbanen Zentren. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich verlaufen, könnte es als Vorbild für ähnliche Medienkooperationen in Deutschland dienen. Zunächst werden die drei beteiligten Zeitungen jedoch die Resonanz der Leser abwarten, bevor das Angebot ausgeweitet wird.






