Rentenkommission scheitert an Beamtenreform: Bofinger warnt vor Milliardenlasten
Caren PaffrathRentenkommission scheitert an Beamtenreform: Bofinger warnt vor Milliardenlasten
Peter Bofinger, Mitglied der deutschen Rentenkommission, hat sich gegen die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung ausgesprochen. Eine solche Reform würde seiner Meinung nach in den kommenden vier Jahrzehnten eine erhebliche finanzielle Belastung für den öffentlichen Sektor darstellen.
Die Rentenkommission hatte kürzlich einen Bericht veröffentlicht, in dem ein einheitliches Rentensystem für alle Beschäftigten – einschließlich Beamter – als das „ideale Modell für die Alterssicherung“ bezeichnet wird. Gleichzeitig räumte sie jedoch ein, dass die Umsetzung eines solchen Systems „auf absehbare Zeit schwierig“ sein könnte.
Bofinger verwies auf verfassungsrechtliche Hürden als zentrales Hindernis für eine vollständige Integration. Die Reform würde seiner Einschätzung nach eine „massive Doppelbelastung für den öffentlichen Haushalt“ bedeuten, da sie langfristig erhebliche finanzielle Folgen hätte. Stattdessen schlug er vor, die Gehälter der Beamten zu erhöhen, um die Versorgungslücke auf praktikablere Weise zu schließen.
Der Ökonom äußerte sich auch skeptisch zur Umsetzbarkeit der Reform. „Wer eine narrenfeste Lösung hat, der möge sie vorlegen“, sagte er und fügte hinzu, dass eine solche Veränderung „einfach sehr schwierig“ sei.
Bofingers Warnungen unterstreichen die Herausforderungen bei der Schaffung eines einheitlichen Rentensystems. Zwar erkennt der Bericht der Kommission die Vorteile eines universellen Ansatzes an, doch werden auch die praktischen und finanziellen Hindernisse betont. Vorerst bleiben Alternativen wie Gehaltserhöhungen im Gespräch.
