12 June 2026, 20:07

Rentenversicherung am Abgrund: Nur noch ein Monat Puffer bis zur Pleite

Aktuell sagt die Rentenversicherung: Beitrag muss von 18,6% auf 19,9% im Jahr 2028 steigen

Rentenversicherung am Abgrund: Nur noch ein Monat Puffer bis zur Pleite

Deutschlands gesetzliche Rentenversicherung steht vor wachsender finanzieller Belastung. Das umlagefinanzierte System, das aktuelle Beiträge direkt für die Auszahlung der Renten nutzt, droht bereits innerhalb eines Monats ohne stetige Einnahmen zahlungsunfähig zu werden.

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Derzeit verfügt der Rententopf über eine Liquiditätsreserve, die gerade einmal 1,3 Monatsausgaben abdeckt. Ohne diesen Puffer könnten die Renten nach nur einem Monat ohne neue Beitragseingänge nicht mehr ausgezahlt werden. Gleichzeitig gibt das System jährlich 40 Milliarden Euro mehr für nicht beitragsgedeckte Leistungen aus, als es an Bundeszuschüssen erhält.

Die Nachhaltigkeitsrücklage droht bis Ende 2027 nahezu aufgebraucht zu sein. Um dies zu verhindern, müsste der Beitragssatz bis 2028 auf 19,9 Prozent steigen. Eine Kürzung der Bundeszuschüsse um vier Milliarden Euro würde bereits im kommenden Jahr einen sofortigen Anstieg der Beiträge um 0,2 Prozentpunkte erzwingen.

Jede Lösung erfordert entweder deutlich höhere finanzielle Zusagen des Staates oder stärkere Abzüge von den Löhnen – sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Ohne grundlegende Reformen werden die Beiträge der Versicherten weiter steigen müssen. Die finanzielle Schieflage der Rentenkasse verschärft sich zusehends: Die Beitragssätze steigen, die Rücklagen schrumpfen. Bleibt alles wie bisher, ist die Stabilität des Systems bereits in den nächsten Jahren gefährdet.

Quelle