S11-Ausbau in NRW: Planungsgenehmigung erteilt – doch Fertigstellung droht Verzögerung
Beatrix FiebigS11-Ausbau in NRW: Planungsgenehmigung erteilt – doch Fertigstellung droht Verzögerung
Ausbauprojekt der S11 in Nordrhein-Westfalen erreicht wichtigen Meilenstein nach Erteilung der Planungsgenehmigung
Das Ausbauprojekt der S-Bahn-Linie S11 in Nordrhein-Westfalen hat einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht, nachdem die Planungsgenehmigung erteilt wurde. Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass alle Baugenehmigungen bis zu diesem Sommer finalisiert werden sollen. Das 836 Millionen Euro schwere Vorhaben kann nun mit der Ausschreibung von Bauverträgen und der Planung von Streckensperrungen fortfahren.
Das Projekt umfasst den zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach. Zudem sind Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Bergisch Gladbach vorgesehen, der von zwei auf vier Bahnsteige erweitert wird. Im Rahmen der Baumaßnahmen entsteht außerdem der neue Haltepunkt Köln-Kalk West.
Hinzu kommen zwei zusätzliche Mittelbahnsteige mit jeweils zwei Gleisen für die S-Bahn – einer am Kölner Hauptbahnhof und ein weiterer am Bahnhof Köln Messe/Deutz. Alle Stationen entlang der Strecke, von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach, erhalten barrierefreie Ausbauten.
Der Bund steuert 531 Millionen Euro zum Projekt bei, während das Land NRW 305 Millionen Euro zugesagt hat. Nach Fertigstellung wird die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.
Die erste größere Vollsperrung für die Bauarbeiten soll direkt nach Ostern 2026 beginnen. Allerdings gerät der ursprüngliche Fertigstellungstermin Anfang 2032 zunehmend in Zweifel. Verzögerungen ergeben sich durch Terminüberschneidungen mit anderen großangelegten Infrastrukturprojekten in der Region.
Mit der gesicherten Planungsgenehmigung kann die DB InfraGO nun mit der Vergabe von Bauaufträgen beginnen und notwendige Streckensperrungen anmelden. Die erweiterte S11 wird die Kapazitäten erhöhen und die Barrierefreiheit im gesamten Netz verbessern. Die endgültige Fertigstellung hängt jedoch davon ab, wie schnell die anhaltenden Planungskonflikte mit anderen Großprojekten gelöst werden können.






