26 April 2026, 08:11

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident warnt vor Armutsrisiko durch Merz' Rentenvorschläge

Schwarze und weiße Anzeige für eine Rentnerpension in Dresden, Deutschland, mit Text auf weißem Hintergrund.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident warnt vor Armutsrisiko durch Merz' Rentenvorschläge

Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hat die Rentenvorschläge von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert. Er warnte, dass viele Menschen in Ostdeutschland fast ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen seien, um im Alter der Armut zu entgehen. Die Region stehe vor besonderen Herausforderungen, da es dort deutlich weniger finanzielle Absicherungssysteme gebe als in den westdeutschen Bundesländern.

Schulze betonte, dass betriebliche Altersvorsorge in Ostdeutschland weit weniger verbreitet sei. Viele Einwohner hätten zudem nicht die Mittel, um privat für das Alter vorzusorgen. Ohne Vermögen, Immobilienbesitz oder Erbschaften fehle älteren Menschen in der Region oft jeder Schutz vor finanziellen Notlagen.

In Sachsen-Anhalt ist die Situation besonders prekär: Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 48 Jahren – mehr als drei Jahre über dem Bundesdurchschnitt. Schulze machte deutlich, dass die gesetzliche Rente dort für viele die einzige Einnahmequelle sei, um ein würdevolles Leben führen zu können.

Er forderte die Rentenkommission auf, diese regionalen Unterschiede in vollem Umfang zu berücksichtigen. Ohne eine angemessene Würdigung dieser Gegebenheiten könnten die geplanten Reformen die Ungleichheit zwischen Ost und West weiter vertiefen.

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Schulzes Kernanliegen ist es, faire Rentenregelungen für Ostdeutschland durchzusetzen. Angesichts der älteren Bevölkerungsstruktur und der begrenzten finanziellen Rücklagen in der Region sei staatliche Unterstützung unverzichtbar. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Bundesregierung über langfristige Rentenvorschläge diskutiert.

Quelle