Solingen: Fraktionschef fordert mehr Transparenz bei nicht-öffentlichen Rats-Sitzungen
Heinz-Walter Koch IISolingen: Fraktionschef fordert mehr Transparenz bei nicht-öffentlichen Rats-Sitzungen
Forderung nach mehr Transparenz in Solingens Kommunalpolitik
Jan Höttges, Fraktionsvorsitzender von SG Zukunft, hat eine größere Offenheit in der Solinger Stadtverwaltung angemahnt. Er kritisiert, dass die aktuelle Praxis nicht-öffentlicher Sitzungen das Vertrauen der Bürger untergräbt und die Kontrollmöglichkeiten der Ratsmitglieder einschränkt.
Höttges fordert strengere Regeln für nicht-öffentliche Beratungen. Sein Vorschlag sieht vor, dass jeder Tagesordnungspunkt, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt wird, eine verbindliche schriftliche Begründung enthalten muss. Diese muss im Einzelfall nachvollziehbar darlegen, warum eine öffentliche Diskussion nicht möglich ist.
Rechtliche Grundlage für diese Initiative ist Paragraf 7 der Geschäftsordnung. Höttges besteht darauf, dass pauschale oder vage Begründungen künftig nicht mehr akzeptiert werden dürfen. Fehlt eine stichhaltige Begründung und gibt es keine rechtlichen Hindernisse, sollen die Punkte automatisch in öffentliche Sitzungen verlegt werden.
Seine Kritik zielt darauf ab, dass unzureichende Begründungen gegen Verfahrensregeln verstoßen könnten. Durch die Einschränkung der Kontrollmöglichkeiten der Ratsmitglieder bestehe die Gefahr, dass das Vertrauen in politische Entscheidungsprozesse weiter leidet. SG Zukunft appelliert an den Rat, das Prinzip der Transparenz in der Kommunalpolitik konsequent umzusetzen.
Laut verfügbaren Unterlagen gab es in den vergangenen zwei Jahren in Solingen keine nachweislichen Fälle ungerechtfertigter nicht-öffentlicher Sitzungen.
Ziel der Forderung nach klareren Begründungen ist es, sicherzustellen, dass nicht-öffentliche Beratungen nur in wirklich begründeten Ausnahmefällen stattfinden. Ohne schärfere Schutzmechanismen warnt Höttges vor einer weiteren Erosion des Vertrauens in die Arbeit des Rates. Der Vorschlag wird nun in der Kommunalpolitik weiter beraten.






