Spargelimporte in Baden-Württemberg brechen 2025 um 18 Prozent ein
Beatrix FiebigBaden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargelimporte in Baden-Württemberg brechen 2025 um 18 Prozent ein
Baden-Württemberg verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang bei Spargelimporten
Die Einfuhren sanken um 640 Tonnen – ein Minus von 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig gab es leichte Rückgänge bei der heimischen Ernte und beim Pro-Kopf-Verbrauch.
Das Land importierte 2025 rund 2.900 Tonnen frischen oder gekühlten Spargel. Spanien blieb mit einem Anteil von 52,1 Prozent Hauptlieferant, gefolgt von Mexiko, Italien, Peru und Griechenland. Dies entspricht dem bundesweiten Trend: In den vergangenen fünf Jahren stammten 60 bis 70 Prozent der deutschen Spargelimporte aus Spanien.
Ernteausfälle und frühe Ernte drücken Nachfrage nach Importware
Die starken Überschwemmungen und Ernteverluste in Spanien dürften eine Rolle beim Rückgang der Importe gespielt haben. Gleichzeitig begannen Landwirte in Baden-Württemberg früher als üblich mit der Ernte, was die Nachfrage nach ausländischem Spargel verringerte. Auch die heimische Produktion ging um etwa zwei Prozent zurück und lag bei 8.442 Tonnen.
Trotz des allgemeinen Rückgangs steigt die Nachfrage nach regionalem Grünspargel in Supermärkten. Verbraucher scheinen zunehmend frische, heimische Sorten zu bevorzugen.
Wetterkapriolen und veränderte Erntezeiten prägen den Markt
Die Zahlen für 2025 zeigen einen klaren Rückgang bei Importen und lokaler Produktion. Gleichzeitig deuten Handelstrends auf ein wachsendes Interesse an Grünspargel aus baden-württembergischem Anbau hin. Die Kombination aus Wetterextremen im Ausland und früherer Ernte vor Ort hat den Markt in diesem Jahr spürbar verändert.