Südwestthüringen weitet Windkraftgebiete massiv aus – Proteste vor Entscheidungssitzung
Beatrix FiebigSüdwestthüringen weitet Windkraftgebiete massiv aus – Proteste vor Entscheidungssitzung
Regionalplan für Südwestthüringen: Windkraftgebiete werden massiv ausgeweitet
Ein neuer Regionalplan für Südwestthüringen hat nach einer entscheidenden Abstimmung am Mittwoch eine wichtige Hürde genommen. Der Entwurf sieht 40 Vorranggebiete für Windenergie vor und erweitert die für Windräder verfügbare Fläche von bisher 0,15 auf 1,7 Prozent der Region. Die Entscheidung stößt bereits auf Widerstand – rund 150 Demonstranten versammelten sich vor der Sitzung in Suhl.
Die Regionalplanungsgemeinschaft Südwestthüringen (RPG) traf sich in Suhl, um den zweiten Entwurf des Regionalplans zu billigen. Die überarbeitete Fassung enthält 40 ausgewiesene Windvorranggebiete, sieben davon liegen im Bereich der Rhön. Zu den Änderungen gehört die Umbenennung des ehemaligen Windvorranggebiets 4 ("Bornkopf") in Windvorranggebiet 14, das nun "Salzunger Berg bei Weilar" heißt.
Zudem wurden neue mögliche Standorte für Windkraftanlagen identifiziert, darunter Dietrichsberg, Hetzeberg und Hoppberg. Die insgesamt für Windenergie vorgesehene Fläche hat sich deutlich vergrößert und umfasst nun etwa 6.900 Hektar.
Vor dem Sitzungssaal protestierten lokale Windkraftgegner mit einer "schweigsamen Demonstration". Rund 150 Menschen aus der Rhön-Region nahmen teil, darunter Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) Stadtlengsfeld gegen Windräder im Wald. Ihr Fokus liegt nun auf der anstehenden öffentlichen Beteiligung, die am 18. Mai beginnt und acht Wochen dauert.
Der beschlossene Entwurf bedeutet eine erhebliche Ausweitung der Windenergieflächen in Südwestthüringen. Während der bevorstehenden Anhörungsphase wollen Bürgerinitiativen ihre Bedenken gegen die ausgeweiteten Gebiete vorbringen. Die endgültige Entscheidung fällt nach Abschluss des achtwöchigen Prüfverfahrens.






