Uli Hoeneß löst mit Veganismus-Kritik und Wurst-Tradition eine hitzige Debatte aus
Stjepan HeinrichUli Hoeneß löst mit Veganismus-Kritik und Wurst-Tradition eine hitzige Debatte aus
Ehemaliger Bayern-Präsident Uli Hoeneß gerät nach Äußerungen über Veganismus in die Kritik
Die jüngsten Aussagen von Uli Hoeneß zum Veganismus sorgen für Aufsehen. Sein Familienbetrieb HoWe Wurstwaren, der seit jeher ein zentraler Bestandteil seines Erbes ist, steht dabei im Fokus. Gleichzeitig melden sich Gesundheitsfachleute und Tierschutzorganisationen zu seinen Ansichten über pflanzliche Ernährung zu Wort.
Hoeneß, der sich schon lange kritisch gegenüber dem Veganismus äußert, bezeichnete Veganer kürzlich als militant und behauptete, ihre Ernährungsweise führe langfristig zu gesundheitlichen Problemen. Seine Aussagen erinnern an eine kontroverse Äußerung aus dem Jahr 2014: Damals hatte Christian Rauffus, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, Wurst mit der "Zigarette der Zukunft" verglichen.
Der Familienbetrieb HoWe Wurstwaren wird mittlerweile von seinen Kindern geführt. Florian Hoeneß verfügt über die alleinige Prokura, während Sabine Hoeneß als persönlich haftende Gesellschafterin fungiert. Trotz wachsender gesundheitlicher Bedenken produziert das Unternehmen weiterhin klassische Fleischwaren.
Medizinische Studien bringen den Konsum von Fleisch und Milchprodukten wiederholt mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung. Hoeneß selbst hatte in der Vergangenheit mit Herzproblemen und Bluthochdruck zu kämpfen. Als Reaktion darauf lud ihn PETA Deutschland ein, am Veganstart-Programm teilzunehmen. Harald Ullmann, stellvertretender Vorsitzender von PETA Deutschland, äußerte die Hoffnung, Hoeneß möge aus gesundheitlichen Gründen eine pflanzliche Ernährung in Betracht ziehen.
Die Äußerungen von Hoeneß haben die Debatte über Ernährung und Gesundheit neu entfacht. Während sein Familienunternehmen weiterhin auf Fleischproduktion setzt, verweisen Studien auf die damit verbundenen Risiken. PETAs Einladung zu Veganstart bietet eine Alternative – doch von einer Kehrtwende in Hoeneß' Haltung gegenüber dem Veganismus ist vorerst nichts zu erkennen.






