25 April 2026, 06:19

Versteigerung des Quartier 206 in Berlin scheitert an zu niedrigem Gebot

Plakat, das Berlin, Deutschland bewirbt, mit einer Statue, Gebäuden, einem Turm, Menschen, Fahrzeugen auf der Straße und einer Brücke.

Versteigerung des Quartier 206 in Berlin scheitert an zu niedrigem Gebot

Die Versteigerung des Quartier 206 in Berlins Friedrichstraße ist gescheitert, nachdem das höchste Gebot deutlich unter den Erwartungen blieb. Das Amtsgericht Mitte lehnte das Angebot als zu niedrig im Vergleich zum geschätzten Wert der Immobilie ab. Die Entscheidung lässt die Zukunft des seit Langem leerstehenden Komplexes nun ungewiss erscheinen.

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Im Mittelpunkt der gescheiterten Auktion stand das Quartier 206, ein zentraler Teil der Friedrichstadt-Passage zwischen dem ehemaligen Galeries Lafayette und dem Quartier 205. Trotz der erstklassigen Lage steht ein Großteil des Gebäudes seit Jahren leer. Während der Versteigerung wurden zwar zwei Gebote abgegeben, das höchste belief sich jedoch nur auf 40 Millionen Euro.

Das Amtsgericht urteilte, dass das Spitzengebot die gesetzliche Mindestgrenze von mindestens 50 Prozent des Marktwerts nicht erreichte. Bei einem geschätzten Wert des Grundstücks von rund 187 Millionen Euro wurde das Angebot als unannehmbar eingestuft. Die am Freitag verkündete Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Interessierte Parteien haben nun zwei Wochen Zeit, um gegen den Beschluss vor dem Landgericht Berlin Widerspruch einzulegen. Bis dahin bleibt das Schicksal des Quartier 206 ungeklärt. Die Ablehnung des 40-Millionen-Angebots bedeutet, dass die Immobilie vorerst nicht den Besitzer wechselt. Weitere Schritte hängen von möglichen rechtlichen Einsprüchen oder einem neuen Versteigerungsverfahren ab. Die endgültige Bestätigung der Gerichtsentscheidung könnte noch Wochen dauern.

Quelle