Warendorfer Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten
Stjepan HeinrichWarendorfer Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten
Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die Namen von drei Straßen trotz der Empfehlung eines Bürgergremiums zur Umbenennung beizubehalten. Die Entscheidung folgte einer Debatte über Kosten und lokale Präferenzen. Letztlich lehnten die Ratsmitglieder Vorschläge für neue Beschilderungen und alternative Lösungen ab.
Die betroffenen Straßen – Wagenfeldstraße, Agnes-Miegel-Weg und Heinrich-Tenhumberg-Straße – bleiben unverändert. Eine Mehrheit aus CDU und Freien Wählergemeinschaft (FWG) argumentierte, dass die Ersetzung der Schilder den Stadthaushalt mit rund 5.700 Euro belasten würde. Zudem betonten sie, dass die Anwohner die bestehenden Namen bevorzugten.
Ratsmitglied André Wenning (FWG) unterstrich, dass die Meinung der Anwohner mehr Gewicht habe als die Vorschläge des Gremiums. Kompromissideen, wie etwa die Ergänzung der Schilder um ein Zitat des Warendorfer Autors Paul Schallück, wurden von der Mehrheit abgelehnt.
Reinhold Schoppmann, Vertreter des Bürgerbündnisses, kritisierte das Ergebnis scharf. Seine Enttäuschung spiegelte die Unzufriedenheit vieler wider, die sich für eine Umbenennung eingesetzt hatten.
Mit der Entscheidung des Rates bleiben die drei Straßennamen unverändert. Die geschätzten Kosten von 5.700 Euro und das Feedback der Anwohner waren ausschlaggebend für die Abstimmung. Damit ist die Debatte vorerst beendet – die Straßen bleiben, wie sie sind.






