Wie ein türkisches Paar in Hamburg durch Willkommensabendessen neue Heimat findet
Heinz-Walter Koch IIWie ein türkisches Paar in Hamburg durch Willkommensabendessen neue Heimat findet
Ein türkisches Paar in Hamburg nimmt an einem "Willkommensabendessen" teil
Ein türkisches Ehepaar in Hamburg hat kürzlich an einem "Willkommensabendessen" teilgenommen, das von einem lokalen Verein organisiert wurde. Sevgi und Kadir, die vor politischer Verfolgung in der Türkei flohen, nutzten die Gelegenheit, um mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und ihre Kultur zu teilen. Die Initiative soll Neuankömmlingen helfen, sich in der Stadt einzuleben, und gleichzeitig Freundschaften zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern fördern.
Sevgi und Kadir kamen nach Deutschland, nachdem Kadir, ein Elektroingenieur, in der Türkei unter politischem Druck geraten war. Mittlerweile leben sie mit ihren beiden Söhnen in Hamburg und haben sich gut eingelebt – die Jungen gehen erfolgreich zur Schule und genießen ihr neues Leben. Beide Eltern besuchen derzeit einen C1-Deutschkurs, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und ihre Berufschancen zu erhöhen.
Der Verein "Willkommensabendessen" existiert bereits seit Jahren und erlebte seine aktivste Phase 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingshilfe. Damals fanden wöchentlich rund 120 solche Treffen statt. Letzte Woche lud die ehrenamtliche Gastgeberin Laura Trager vier fremde Menschen unterschiedlicher Herkunft in ihr Zuhause ein. Sevgi und Kadir brachten als Geschenk selbstgemachten Börek mit, ein traditionelles türkisches Blätterteiggebäck.
Jeden Freitag verschickt der Verein eine E-Mail mit den aktuellen Veranstaltungen der Woche. Die Abendessen bieten Neuankömmlingen die Möglichkeit, lokale Netzwerke kennenzulernen, während Hamburgerinnen und Hamburger Menschen begegnen, die sie sonst vielleicht nie getroffen hätten.
Die Familie hofft nun, eine eigene Wohnung zu finden und in Deutschland wieder in ihren Berufen Fuß zu fassen. Kadirs und Sevgis Teilnahme am Sprachkurs und an Gemeinschaftsveranstaltungen markiert einen wichtigen Schritt beim Wiederaufbau ihres Lebens. Derweil schafft der Verein weiterhin Gelegenheiten für kulturellen Austausch in der Stadt.






